Humanoider Roboter „Barbara“ verstärkt das KI-Zentrum der AGH in Kraków / Krakau (Fotos)

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Das Zentrum für Exzellenz für Künstliche Intelligenz der AGH University of Science and Technology in Kraków / Krakau hat einen modernen humanoiden Roboter in Betrieb genommen. Der Roboter trägt den Namen Barbara – benannt nach der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute und Wissenschaftler. Ihre Statue krönt zugleich das Hauptgebäude der Hochschule.

Bei dem Modell handelt es sich um den Unitree G1 Edu U2, eine professionelle Forschungs- und Bildungsplattform für die Entwicklung von Algorithmen der künstlichen Intelligenz.

Ein ähnliches Exemplar, bekannt unter dem Namen Edward Warchocki, sorgte bereits in den vergangenen Monaten in den sozialen Netzwerken für große Aufmerksamkeit und entwickelte sich dort zu einer Art Influencer. Barbara soll jedoch eine andere Aufgabe übernehmen.

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Fokus auf Forschung und technische Weiterentwicklung

Die AGH hebt vor allem die hohe Beweglichkeit und die stabile Motorik des Roboters hervor. Barbara bewegt sich sicher, reagiert präzise und führt programmierte Gesten zuverlässig aus.

Besonders wichtig bleibt die offene Softwarearchitektur. Sie ermöglicht tiefe Eingriffe in das Betriebssystem und erlaubt eigene Entwicklungen.

Jan Tyc vom Zentrum für Exzellenz für Künstliche Intelligenz erklärt, “das Team hat bereits innerhalb einer Woche ein Sprachmodul integriert. Im nächsten Schritt soll Barbara voll funktionsfähige, präzise Roboterhände erhalten. Danach folgen Algorithmen zum Greifen und zur gezielten Objektmanipulation”.

Barbara kann laufen, rennen und selbstständig das Gleichgewicht halten

Die Grundkonstruktion des Unitree G1 Edu zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Dynamik aus. Der Roboter kann nicht nur gehen, sondern auch laufen.

Nach Stolpern oder leichtem Anstoßen stellt Barbara das Gleichgewicht automatisch wieder her. Das gilt als deutlicher Fortschritt gegenüber älteren Robotergenerationen, die auf fest programmierte Bewegungsabläufe angewiesen waren und unter schwierigen Bedingungen häufig an ihre Grenzen stießen.

Dank moderner Stabilisierungssysteme reagiert Barbara in Echtzeit auf unerwartete Ereignisse. Selbst nach einem Sturz richtet sich der Roboter ohne Hilfe wieder auf.

Forschungsplattform für KI und Mensch-Maschine-Kommunikation

Professorin Joanna Jaworek-Korjakowska, Leiterin des KI-Zentrums, bezeichnet Barbara als wichtiges Forschungs- und Lehrinstrument. “Der Roboter ermöglicht die praktische Erprobung von KI-Algorithmen in realen physischen Umgebungen. Die Forschung konzentriert sich auf die Integration von Wahrnehmungssystemen, Steuerung, maschinellem Lernen und der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine”, sagt sie.

Im Inneren arbeitet leistungsstarke Hardware: ein Achtkern-Prozessor und das Modul Nvidia Jetson Orin. Diese Ausstattung erlaubt die Implementierung eigener rechenintensiver KI-Modelle.

Die Forschungsvariante „Edu“ gewährt Zugriff auf Funktionen auf niedriger Systemebene. Dadurch lassen sich komplexe Szenarien testen – etwa Produktsortierung auf Fertigungslinien oder logistische Unterstützung innerhalb von Gebäuden.

Polnisches Sprachmodell als Herzstück der Kommunikation

Ein zentrales Entwicklungsprojekt der AGH bleibt das eigene Sprachkommunikationssystem.

Sebastian Jankowski vom KI-Zentrum erläutert, dass “das System gesprochene Sprache erkennt und anschließend von einem Sprachmodell analysieren lässt. Das Herzstück bildet Bielik, das derzeit leistungsfähigste polnische Large Language Model. Es entstand mit Unterstützung des ACK Cyfronet AGH. Dadurch versteht Barbara nicht nur Sprachbefehle, sondern generiert auch logisch strukturierte und sprachlich korrekte Antworten”. Das schafft eine natürliche Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

Neue technologische Visitenkarte der Hochschule

Die Arbeit mit Barbara konzentriert sich auf zwei zentrale Bereiche.

Der erste Schwerpunkt liegt auf der wissenschaftlichen Forschung. Ein spezialisiertes Team untersucht im Zentrum moderne Verfahren der mobilen und humanoiden Robotik. Dabei testen die Ingenieure Algorithmen des Reinforcement Learning. Dieses Lernparadigma erlaubt es Maschinen, durch Interaktion mit ihrer Umgebung selbstständig optimale Bewegungsstrategien zu entwickeln.

Der zweite Schwerpunkt ist die öffentliche Präsentation der Forschungsleistungen der AGH.

Barbara soll künftig als sichtbares Symbol für Innovationskraft dienen und die Hochschule bei wissenschaftlichen sowie industriellen Veranstaltungen repräsentieren. Damit positioniert sich die AGH weiter als einer der wichtigsten Standorte für KI- und Robotikforschung in Polen.

Quelle: dziennikpolski24

Foto: facebook / Centrum Doskonałości Sztucznej Inteligencji AGH 

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