Die Goldreserven Polens wachsen seit mehreren Jahren stetig an. Nach aktuellen Angaben der Polnischen Nationalbank (NBP) beliefen sich die Bestände Ende Februar 2023 auf 570,4 Tonnen. Ihr Wert lag bei 339,8 Milliarden Zloty. Gleichzeitig erreichte der Anteil von Gold an den offiziellen Währungsreserven 31 Prozent.
Die Zentralbank betont in ihrer Mitteilung, dass diese Entwicklung Teil einer langfristigen Strategie ist. Ziel ist es, die finanzielle Stabilität des Landes zu stärken und die Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks zu erhöhen.
Weitere Investitionen geplant
Die NBP kündigt an, ihre Goldkäufe fortzusetzen. Bereits in der vergangenen Woche erklärte NBP-Präsident Adam Glapiński, dass zusätzliche Investitionen vorgesehen sind.
Er unterstrich dabei die strategische Bedeutung des Edelmetalls für die nationale Sicherheit. Polen strebt an, die Goldreserven auf 700 Tonnen zu erhöhen. Gold gilt aus Sicht der Zentralbank als besonders sichere und wertstabile Reserveform.
Polen im internationalen Vergleich
Nach Daten des World Gold Council belegt Polen derzeit Platz 13 weltweit bei den Goldreserven. An der Spitze stehen weiterhin die Vereinigten Staaten mit rund 8.100 Tonnen.
Deutschland folgt mit etwa 3.300 Tonnen auf Rang zwei. Danach kommt der Internationale Währungsfonds mit rund 2.800 Tonnen.
Zur Gruppe der zehn größten Goldhalter zählen außerdem:
- Italien und Frankreich mit jeweils etwa 2.400 Tonnen
- Russland und China mit jeweils rund 2.300 Tonnen
- sowie die Schweiz, Indien und Japan.
Polen liegt damit hinter mehreren europäischen und globalen Akteuren, aber vor einigen anderen Ländern. So verfügen etwa die Türkei mit 595 Tonnen und die Niederlande mit 612 Tonnen über geringere Goldreserven als Polen.
Gold als zentraler Bestandteil der Finanzstrategie
Die NBP hebt hervor, dass der Ausbau der Goldbestände ein Schlüsselelement ihrer Strategie bleibt. Gold soll langfristig die Stabilität des Finanzsystems sichern und Vertrauen in die wirtschaftliche Stärke Polens schaffen.
Mit Blick auf die geplanten Zukäufe dürfte sich die Bedeutung des Edelmetalls in den polnischen Reserven weiter erhöhen.
Quelle: BI
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