Ein 23-jähriger Tunesier wollte offenbar von Wrocław / Breslau nach Palermo fliegen. Allerdings hatte er weder ein Ticket noch eine Bordkarte. Zunächst überwand der Mann einen rund drei Meter hohen Zaun des Flughafens. Anschließend mischte er sich unter die Passagiere. Erst an Bord des Flugzeugs bemerkte die Besatzung, dass der Mann dort nicht hätte sein dürfen. Daraufhin wurde er festgenommen.
Der ungewöhnliche Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen, dem 22. September, auf dem Gelände des Flughafens Wrocław / Breslau. Nach Angaben des Flughafensprechers Bartosz Wiśniewski überwand der 23-Jährige einen etwa drei Meter hohen Zaun. Der Zaun war zusätzlich mit Stacheldraht gesichert.
Mann nutzt Ablenkung des Bodenpersonals
Der Tunesier nutzte offenbar einen Moment der Ablenkung. Ein Mitarbeiter des Bodenpersonals half gerade einer Passagierin. In diesem Augenblick schloss sich der 23-Jährige der Gruppe von Reisenden an, die auf dem Weg zu dem Flugzeug nach Palermo war.
So gelangte er schließlich bis ins Flugzeug. Seine Anwesenheit weckte dort jedoch schnell den Verdacht des Personals.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann keine Bordkarte besaß. Außerdem war er nicht zur Reise berechtigt. Die Besatzung informierte daraufhin umgehend den polnischen Grenzschutz.
Grenzschutz nimmt den Mann an Bord fest
Anschließend betraten Beamte des Teams für Krisenintervention das Flugzeug. Sie nahmen den 23-Jährigen fest. Der Sprecher des Kommandeurs der Grenzschutzabteilung Oder, Hauptmann Paweł Biskupik, bestätigte den Vorfall. Der Mann hielt sich demnach legal in Polen auf.
„Bei ihm wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden. Es gibt hier keine Gefahren. Die Maßnahmen mit dem Festgenommenen dauern an“, sagte Hauptmann Biskupik der polnischen Nachrichtenagentur PAP.
Flug nach Palermo um rund zwei Stunden verspätet
Der Vorfall hatte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Das Flugzeug von Wrocław / Breslau nach Palermo verspätete sich um rund zwei Stunden.
Die Leitung des Flughafens Breslau kündigte eine detaillierte Analyse des Vorfalls an. Der Grenzschutz führt unterdessen weitere Maßnahmen mit dem festgenommenen 23-Jährigen durch.
Quelle: fakt
Foto: magnific