Ein Video vom Sturz zweier Wanderer in der polnischen Tatra verbreitet sich in den sozialen Medien. Der Unfall ereignete sich am Samstag, dem 3. Oktober, im Bereich des Höhenwegs Adlerpfad. Wie die Zeitung „Tygodnik Podhalański“ berichtet, kamen die beiden Touristen vergleichsweise glimpflich davon: Einer erlitt einen gebrochenen Finger, beide trugen Prellungen davon.
Sturz auf steilem Gelände zufällig gefilmt
Am Samstag rückten Bergretter der polnischen Bergrettungsorganisation TOPR aus, um zwei Menschen zu helfen, die im Bereich des Adlerpfads vom Weg gestürzt waren. Eine andere Wanderin filmte den Vorfall zufällig.
Das Video wurde anschließend in den sozialen Medien geteilt. Auf dem Profil „Aktualne warunki w górach“ wurde der Clip mit einer Warnung veröffentlicht. Er solle zeigen, wie schwierig die aktuellen Bedingungen in den Bergen seien und wie gefährlich es sei, diese zu unterschätzen.
Auch auf dem Profil „Tatry Official“ wurde der Vorfall beschrieben. Demnach sei zunächst ein lautes Geräusch zu hören gewesen, gefolgt von einem Schrei. Nur wenige Sekunden später seien zwei Menschen den steilen Hang hinuntergestürzt.
Touristen erlitten Prellungen und einen gebrochenen Finger
Die Aufnahmen wirken dramatisch: Der Sturz war lang und führte über steiles Gelände. Nach Angaben des „Tygodnik Podhalański“ endete der Unfall jedoch vergleichsweise glimpflich. Beide Touristen erlitten Prellungen, einer von ihnen brach sich einen Finger.
Der Vorfall macht erneut deutlich, wie gefährlich Wanderungen in den höheren Regionen der Tatra bei winterlichen Bedingungen sein können.
Schnee und Eis machen die Wege gefährlich
Vor allem in den höheren Lagen herrschen derzeit schwierige Bedingungen. Auf den Wegen liegen harter Schnee und Eis. Für solche Touren sind eine geeignete Winterausrüstung – insbesondere Steigeisen und ein Eispickel – sowie Erfahrung im winterlichen Bergsteigen erforderlich.
Der Tatra-Nationalpark (TPN) erinnert daran, dass eine Tour in höhere Bergregionen sorgfältig vorbereitet werden muss. Zur empfohlenen Ausrüstung gehören Steigeisen, Eispickel und Helm. Entscheidend ist außerdem, die Ausrüstung richtig bedienen zu können.
Trotz der schwierigen Verhältnisse unterschätzen manche Wanderer weiterhin die Risiken. Der aktuelle Unfall zeigt, wie schnell ein Ausrutscher im steilen Gelände schwerwiegende Folgen haben kann.
Quelle: onet
Foto: Magnific