Die Staatsanwaltschaft hat neue Informationen zu dem tödlichen Unfall in Łomianki veröffentlicht. Wie Sprecher Piotr Antoni Skiba mitteilte, soll der Fahrer eines Audi gegen 14:00 Uhr etwa einen Liter Wodka konsumiert haben. Zudem wurde in seiner Wohnung eine geringfügige Menge Marihuana gefunden.
Der Mann war bereits zuvor zweimal mit einem gerichtlichen Fahrverbot belegt worden – unter anderem wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss.
Zwei Tote bei schwerem Unfall auf der DK7
Zu dem tragischen Zusammenstoß kam es am 12. April gegen 18:00 Uhr auf der Landesstraße DK7 in der Nähe von Łomianki. Insgesamt waren mehrere Fahrzeuge und elf Personen beteiligt.
Bei dem Unfall kamen eine 19-jährige Frau und ein 15-jähriger Junge ums Leben. Ein Fahrzeug überschlug sich. Eine weitere Person wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht, mehrere andere erhielten medizinische Hilfe vor Ort.
Die Umstände des Unfalls werden weiterhin untersucht.
Schwere Vorwürfe gegen den Fahrer und den Beifahrer
Der 44-jährige Patryk R. muss sich wegen mehrerer schwerer Straftaten verantworten: darunter fahrlässige Tötung im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss, Fahrerflucht und unterlassene Hilfeleistung sowie Fahren trotz Fahrverbots und Besitz von Betäubungsmitteln. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.
Auch der 33-jährige Beifahrer Piotr B. wurde angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, den Opfern ebenfalls nicht geholfen zu haben. Ein Delikt, das mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden kann.
Beide Männer wurden in Untersuchungshaft genommen. Zum Zeitpunkt ihrer Festnahme – rund neun Stunden nach dem Unfall – standen sie laut Ermittlern noch immer unter Alkoholeinfluss (etwa 0,5 Promille).
Polizei bittet um Hinweise von Zeugen
Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen des Unfalls, der sich am Sonntagabend ereignete. Die Ermittlungen werden derzeit von der Staatsanwaltschaft im Warschauer Stadtteil Żoliborz geführt.
Quelle: polsat
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