Im schlesischen Gliwice / Gleiwitz ist es am Wochenende im Stadtzentrum zu einem schweren Brand auf dem Gelände der ehemaligen Drahtfabrik an der Jana-Śliwki-Straße gekommen. Rettungskräfte führten in der Nacht eine komplexe Löschaktion durch. Behörden warnen die Bevölkerung davor, sich dem Einsatzort zu nähern. Dichte, schwarze Rauchwolken waren auch in umliegenden Orten sichtbar.
Gegen 6:30 Uhr wurde mitgeteilt, dass die Nachlöscharbeiten weiterhin andauern. Rund 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Einzelne Einheiten kehren schrittweise in ihre Wachen zurück.
Bereits am Vorabend informierte die Stadtpräsidentin Katarzyna Kuczyńska-Budka, dass sich das Feuer auf benachbarte Hallen ausgeweitet hatte. Gegen 22:00 Uhr standen fünf Hallen in Flammen. Das betroffene Gebiet umfasste etwa 1,5 Hektar. Nach Angaben der Feuerwehr gab es keine Verletzten. Insgesamt waren rund 40 Löschfahrzeuge im Einsatz.
Brandursache und Verlauf
Das Feuer brach am Nachmittag des 3. Mai auf dem Gelände der ehemaligen Drahtfabrik aus. Nach ersten Informationen entzündeten sich gelagerte Abfälle sowie Materialien aus dem Abriss einer alten Halle. In kurzer Zeit stiegen dichte, schwarze Rauchwolken auf, die selbst aus großer Entfernung sichtbar waren.
Zahlreiche Feuerwehrkräfte trafen rasch am Einsatzort ein und begannen sofort mit den Löscharbeiten. Aufgrund der Intensität des Feuers bestand die Gefahr, dass sich die Flammen auf weitere Industriegebäude ausbreiten. Deshalb war ein umfangreicher Einsatz von Personal und Technik notwendig.
Stadtverwaltung und Einsatzkräfte forderten die Bewohner auf, das Gebiet rund um die Jana-Śliwki-Straße zu meiden und besondere Vorsicht walten zu lassen.
Überwachung der Luftqualität
Die Stadtpräsidentin erklärte, dass spezialisierte Messkräfte zur Einsatzstelle geschickt wurden. Diese überwachen kontinuierlich die Luftqualität und mögliche Schadstoffbelastungen. Nach aktuellem Stand bestand zunächst keine direkte Gefahr für angrenzende Gebäude.
Rauch über weiten Teilen der Region sichtbar
Die Auswirkungen des Brandes waren nicht nur in Gliwice / Gleiwitz spürbar. Augenzeugen berichteten, dass der dichte Rauch in mehreren umliegenden Städten und Regionen sichtbar war, darunter Tarnowskie Góry / Tarnowitz, Zabrze und Racibórz / Ratibor. Selbst in den Beskiden, etwa von den Bergen Szyndzielnia und Chrobacza Łąka aus, war die Rauchentwicklung zu erkennen.
Quelle: o2
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