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Śmigus Dyngus in Polen abgebildet auf einer alten Postkarte / Bild: Wikimedia Commons
Śmigus Dyngus in Polen abgebildet auf einer alten Postkarte / Bild: Wikimedia Commons

Lany Poniedziałek, Śmigus Dyngus oder anders gesagt, der gegossene Montag wird in Polen am Ostermontag gefeiert. An dem Tag werden Frauen von Männern mit Wasser begossen.

Der Ostermontag wird in Polen Lany Poniedziałek oder Śmigus Dyngus genannt und ist streng mit der slawischen Tradition verbunden. Interessant ist, dass der Name Dyngus aus dem Deutschen kommt, von dem Wort „dingen“ also freikaufen. Laut Zygmunt Gloger kann man auch eine Verbindung zu dem Wort Dünnguss finden. Hingegen kann das Wort Śmigus vom deutschen „Schmackostern“ oder polnischen “śmigać“ abstammen. Sehr lange waren Śmigus und Dyngus zwei separate Bräuche. Mit der Zeit wurden sie jedoch zu einem und man hat aufgehört, sie auseinanderzuhalten.

Die Entstehung der am Ostermontag gefeierten Bräuche stammt aus der slawischen Kultur, in der man das Ende des Winters und den Anfang des Frühlings feierte. Beim Śmigus hat man symbolisch mit Palmen und Weiden Beine geschlagen und mit Wasser begossen. Das symbolisierte die Säuberung von Schmutz und Krankheiten und später auch Sünden. Mit Śmigus überlappte sich Dyngus, der die Möglichkeit gab, sich vom Wasserbegießen mit Ostereiern zu befreien. Dyngus beruhte nämlich auf dem Besuchen von Freunden und zufälligen Personen.

Das Mit-Wasser-Begießen sollte die Menschen mit Fruchtbarkeit begünstigen, weswegen vor allem junge Frauen nass gemacht wurden. In manchen Regionen hat man nach einiger Zeit einen weiteren Brauch gestartet. Nämlich am dritten Ostertag durften Frauen die Männer mit Wasser begießen.

Mit Śmigus Dyngus sind auch viele regionale Bräuche verbunden. Heute ist der Tag vor allem an Kinder gerichtet, die etwas Spaß mit Wasser haben dürfen. Jeder darf begossen werden, nicht mehr nur die jungen Frauen.

 

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