Die deutsche Airline-Gruppe Lufthansa hat entschieden, ihre Regionaltochter Lufthansa CityLine mit sofortiger Wirkung zu schließen. Die Entscheidung ist Teil einer umfassenden Restrukturierung und bedeutet das Aus für zahlreiche Regionalverbindungen.
Im Zuge der Schließung werden 27 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ-900 außer Betrieb genommen. Die Maschinen stehen derzeit an Flughäfen in Frankfurt und München und sollen verkauft werden.
Wirtschaftliche Gründe entscheidend
Hinter der Entscheidung stehen mehrere Faktoren: steigende Treibstoffkosten, wiederkehrende Streiks sowie eine ineffiziente Flotte. Die CRJ-Flugzeuge gelten als vergleichsweise verbrauchsintensiv, insbesondere auf Kurzstrecken. Zudem war CityLine die wirtschaftlich schwächste Einheit innerhalb der Lufthansa-Gruppe.
Die Maßnahme ist Teil einer breiteren Strategie zur Vereinfachung der Konzernstruktur und zur Reduzierung älterer, weniger effizienter Flugzeuge.
Polnische Städte verlieren wichtige Verbindungen
Für Passagiere in Polen hat die Entscheidung spürbare Folgen. Betroffen sind unter anderem die Städte Breslau/Wrocław, Bromberg/Bydgoszcz, Rzeszów und Danzig/Gdańsk.
Die beliebten Verbindungen nach Frankfurt sowie nach München wurden bereits aus dem Buchungssystem entfernt. Diese Strecken waren besonders wichtig für Umsteigeverbindungen zu internationalen Flügen.
Weniger Optionen für Reisende
Mit dem Wegfall der CityLine-Flüge verlieren viele Reisende eine bequeme Möglichkeit, schnell zu den großen Drehkreuzen in Deutschland zu gelangen. Ob und wann andere Airlines diese Lücke füllen werden, ist derzeit noch unklar.
Quelle: wprost
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