Trotz der jüngsten Preissteigerungen bleibt der Zeitraum von April bis Juni nach Einschätzung von Marktexperten der günstigste Zeitpunkt für den Kauf von Heizkohle. In diesen Monaten ist die Nachfrage traditionell niedrig, wodurch Händler häufiger Rabatte und Sonderaktionen anbieten.
Internationale Preise ziehen an
Die Entwicklung wird unter anderem durch steigende Weltmarktpreise beeinflusst. In den sogenannten ARA-Häfen (Amsterdam–Rotterdam–Antwerpen) kostet eine Tonne Kohle inzwischen über 130 US-Dollar, während sie vor einem Jahr noch bei rund 94 US-Dollar lag.
Preiserhöhungen in polnischen Bergwerken
Auch polnische Produzenten haben ihre Preise angehoben:
Polska Grupa Górnicza (PGG) erhöhte ihre Preise bereits Anfang April.
Południowy Koncern Węglowy (PKW) führte zum 1. Mai neue Preislisten in den Bergwerken Brzeszcze, Janina und Sobieski ein.
Beispiele:
- „Groszek Sobieski“ (lose Ware): von 1.190 auf 1.200 Złoty pro Tonne.
- „Groszek Sobieski“ (Sackware): von 1.320 auf 1.350 Złoty pro Tonne.
Auch andere Sorten wie „Jaret Plus“, Stückkohle und Nusskohle wurden teurer.
Rabattaktionen für Stammkunden
PGG bietet ausgewählten Kunden im Rahmen der Aktion „Aktywny Klient 2026“ einen Rabatt von 250 Złoty pro Tonne an. Anspruchsberechtigt sind Käufer, die zwischen September 2024 und August 2025 bereits Kohle über den Online-Shop des Unternehmens bestellt und abgeholt haben.
Warum jetzt kaufen?
Experten verweisen darauf, dass viele lokale Kohlehändler außerhalb der Heizsaison ihre Lagerbestände reduzieren möchten und daher häufiger Preisnachlässe gewähren.
Wer mit dem Kauf bis zum Herbst wartet, geht ein Risiko ein. Mit Beginn der Heizperiode im September und Oktober steigt die Nachfrage gewöhnlich deutlich an. In manchen Jahren verteuert sich Kohle dann um mehrere hundert Złoty pro Tonne.
Quelle: interia
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