Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft (IMGW) hat am Montag eine Ausschreibung für die umfassende Modernisierung der Wetterstation auf der Schneekoppe gestartet. Der Infrastrukturminister Dariusz Klimczak informierte darüber in sozialen Medien und bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Schritt für eines der bekanntesten Gebäude Polens.
Umfangreiche Bauarbeiten und neue Funktionen
Die geplanten Arbeiten an der Wetterstation betreffen zentrale Elemente des markanten Gebäudes. Dazu zählen:
- der Austausch der Dachabdeckungen auf allen drei „Scheiben“ sowie die Verstärkung der Konstruktion,
- die vollständige Erneuerung der internen Systeme und die Anpassung an aktuelle Brandschutzanforderungen,
- die Modernisierung der Innenräume.
Besonderes Augenmerk liegt auf der unteren Gebäudescheibe. Dort soll nach jahrelanger Pause wieder ein gastronomischer Bereich entstehen. Zusätzlich werden sanitäre Einrichtungen für Touristen modernisiert.
Vorteile für Touristen und Meteorologen
Von der Investition profitieren nicht nur Meteorologen, sondern auch Besucher. Die geplante Wiedereröffnung des gastronomischen Angebots stellt eine wichtige Verbesserung für den Tourismus auf der Schneekoppe dar.
Das Observatorium auf 1602 Metern Höhe gehört zu nur zwei Hochgebirgsstationen dieser Art in Polen. Die zweite befindet sich in der Tatra auf dem Kaspars Gorgel. Auf der Schneekoppe werden seit fast 145 Jahren ununterbrochen meteorologische Messungen durchgeführt.
Technische Herausforderungen und Denkmalschutz
Die Umsetzung des Projekts gilt als besonders anspruchsvoll. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und liegt in einer extremen Höhenlage mit schwierigen Wetterbedingungen. Deshalb muss der Auftragnehmer spezielle technische Lösungen anwenden und unter Aufsicht eines Denkmalschützers arbeiten.
Minister Klimczak betont, dass die Investition nicht einfach sei. Gleichzeitig sieht er darin einen bedeutenden Schritt, um die volle Funktionalität der Wetterstation für Wissenschaft und Tourismus wiederherzustellen.
Ikonisches Gebäude mit Geschichte
Das charakteristische Observatorium besteht aus drei miteinander verbundenen Scheiben. Es wurde 1974 fertiggestellt, nachdem die Bauarbeiten fünf Jahre gedauert hatten. Bis 2015 befand sich im unteren Teil des Gebäudes eine Gaststätte, während die oberen Bereiche weiterhin für meteorologische Beobachtungen genutzt werden.
Quelle: gazetawroclawska, onet
Foto: facebook / Śnieżka