Die Staatliche Wahlkommission hat das offizielle Wahlergebnis bestätigt. Mit 62,12% der Stimmen wird Łukasz Gibała der Präsident von Krakau / Kraków. Der unparteiische Politiker setzte sich in der Stichwahl gegen Monika Piątkowska durch. Offiziell soll er noch im Oktober vereidigt werden.
Das ist der neue Präsident der Stadt Krakau / Kraków
Łukasz Gibała gewann die zweite Runde der vorgezogenen Wahlen und wird der neue Stadtpräsident von Krakau / Kraków. Der Unternehmer und (wie er sich selbst bezeichnet) unparteiische Politiker setzte sich in der Stichwahl gegen Monika Piątkowska von der Bürgerkoalition durch.
Die Staatliche Wahlkommission bestätigte heute das offizielle Wahlergebnis. Łukasz Gibała erhielt 62,12% der Stimmen, Monika Piątkowska 37,88%. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,27%. Der unparteiische Politiker, der bislang auch als Stadtrat tätig war, sicherte sich insgesamt 161.184 Stimmen. Für die Senatorin der Bürgerkoalition stimmten wiederum 98.306 wahlberechtigte Bürger.
Die Vereidigung und offizielle Amtsübernahme könnte am 21. Oktober stattfinden. Bis dahin kann man Wahlproteste beim entsprechenden Bezirksgericht einlegen.
Vorgezogene Wahlen – wieso wurde Aleksander Miszalski abberufen?
Der Sieg von Łukasz Gibała ist die Folge von der Abberufung von Aleksander Miszalski. Der Politiker wurde im Mai durch eine Volksabstimmung seines Amtes enthoben. Damals stimmten 171.581 für die Abwählung und nur 3.631 Krakauer wollten, dass er sein Amt weiter ausübt.
Die Gründe? Wie Radio ZET unter Berufung auf eine Umfrage von Ogólnopolska Grupa Badawcza und Stan360 berichtet, waren die Einwohner im Allgemeinen mit seiner Stadtverwaltung unzufrieden. In der öffentlichen Debatte wurden Vorwürfe bezüglich organisatorischen Chaos, Begünstigung von Bauträgern, Vetternwirtschaft sowie steigender Lebenshaltungskosten in Krakau / Kraków laut. Die Einrichtung der Umweltzone sorgte aber für die größte Aufregung und kostete Miszalski seinen Posten.
Seit der Abberufung wurde die Stadt kommissarisch von Stanisław Kracik geleitet.
Quellen: dziennik, rmf fm, radio zet