Kein Archäologe, kein Museumsmitarbeiter oder Wissenschaftler, sondern ein 9-jähriger Junge, der die Burg Czersk besichtigte, fand einen silbernen Halbtaler aus dem 17. Jahrhundert. Geschichtsliebhaber sind vom gefundenen Schatz fasziniert, und der kleine Entdecker wird vom Netz und den Medien in Polen gefeiert.
Silberner Halbtaler aus Königsberg
Ein 9-jähriger schaffte das, was Archäologen nicht konnten, wie der Radiosender RMF FM berichtet. Der kleine Junge fand den sogenannten “Halbtaler”, also eine preußische silberne Münze, die man im 17. Jahrhundert nutzte, als die Burg der masowischen Fürsten in Czersk noch wichtige Funktionen erfüllte.
Die Münze, welche 1624 in der Königsberger Münzstätte geschlagen wurde, hatte damals einen Nominalwert von umgerechnet anderthalb Groschen. Der Fund wird als eine wertvolle Wissensquelle über das Leben und die Wirtschaft jener Zeit angesehen.
Selbst die kleinste Entdeckung ist von großer Bedeutung
Archäologen behaupten, dass sogar eine Münze, die unter 1 Gramm wiegt, erlaubt besser zu verstehen, wie das historische Leben der Völker sowie der Geldumlauf aussah.
“Geschichte wartet manchmal direkt vor den Füßen, bereit, jenen zu überraschen, der genau hinschaut.” kommentierte Denkmalschützer der Woiwodschaft Masowien.
Quelle: RMF FM
Foto: facebook / Mazowiecki Wojewódzki Konserwator Zabytków