Von den Verstorbenen trennt uns nur die Zeit - Die Schädelkapelle von Czermna

 

Sie lockt heran, ruft Unheimlichkeit hervor, bringt zum Nachdenken. Dieses einmalige Werk der religiösen Kunst ist ein besonderes Bild der Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Menschen. Über die Schädelkapelle in Czermna erzählte PolenJournal.de der Reiseführer Sławomir Stasiak.

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Freitag, 14. Mai 2021
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Foto: goEast
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Das Deutsche Polen-Institut und das Programmkino Rex zeigen drei Filme polnischer Produktion.

 

Hier die Termine auf einen Blick:

Freitag, 22. April 2016, 20:15 Uhr
Das gelobte Land (Polen 1974, 179 Min., DF) Regie: Andrzej Wajda
Programmkino Rex, Wilhelminenstr. 9
Eintritt 7 / 6 Euro

Zum Film:

Der Film wurde 1974 in Polen gedreht und gehört zu den unbestrittensten Meisterwerken von Andrzej Wajda. Er spielt Ende des 19. Jahrhunderts in der aufstrebenden Textilindustriestadt Lodz.

Die Stadt, geprägt von dem Zusammenleben der Polen, Deutschen und Juden, ist zu einem Ort für Industrielle und Spekulanten geworden. In dieser Zeit beschließen der Pole Karol, der Deutsche Maks und der Jude Moryc ebenfalls eine Textil-Fabrik zu bauen. Mithilfe von Insiderinformationen über die Baumwollbörse, welche Karol von einer Fabrikantenfrau erhält, können sie ein Geschäft abschließen und damit ihr Startkapital entscheidend aufbessern. Die Einweihung der Fabrik wird mit den üblichen Festlichkeiten gefeiert. Allerdings lässt der Fabrikant, dessen Frau ihn mit Karol betrogen hat, aus Rache ein Feuer in der Fabrik legen; sie brennt vollständig ab. Da die drei Freunde, um Geld zu sparen, keine Versicherung abgeschlossen haben, stehen sie nun völlig mittellos da.


Sonntag, 24. April 2016, 17:30 Uhr
Vabank (Polen 1981, 108 Min. OmeU)
In Anwesenheit des Regisseurs Juliusz Machulski
programmkino rex, Wilhelminenstr. 9
Eintritt 7 / 6 Euro

Zum Film:

Der große Coup – Warschau 1934. Der ebenso legendäre wie eigensinnige Bankräuber Kwinto – gespielt von Jan Machulski, dem Vater des Regisseurs – wird aus dem Gefängnis entlassen und gleich von zwei Jungganoven abgefangen, die mit ihm weitere Banküberfälle organisieren wollen. Doch Kwinto hat eine ganz andere Agenda mit berufstypisch eher ungewöhnlichen Absichten.

 

Mit dieser packend erzählten und präzise inszenierten Gangster-Komödie, die deutlich an westliche Kino-Konventionen anknüpft, legt Machulski den Grundstein für weitere filmischen Erfolge. Mitten im polnischen Kriegsrechts der 1980er entführt er sein Publikum raffiniert, detailverliebt und mit viel Humor in die bunte Welt der Zweiten Polnischen Republik und lässt von anderen Möglichkeiten träumen.

Montag, 25. April 2016, 20:15 Uhr
New World (Polen 2015, OmeU)
Regie: E. Benkowska, L. Ostalski, M. Wawrzecki
programmkino rex, Wilhelminenstr. 9
Eintritt 7 / 6 Euro

Zum Film:

Die Weißrussin Zhanna plant ein neues Leben mit ihrem Freund in Warschau, während ihr Ehemann als politischer Gefangener zuhause einsitzt. Der Afghane Azzam war Übersetzer für das polnische Militär und gilt daher in seiner Heimat als Verräter – in der neuen lässt ihn das Trauma des Krieges nicht los. Vera aus der Ukraine will sich in Polen einer Geschlechtsumwandlung unterziehen, doch dann taucht ihr Vater mit ihrem Sohn auf.

 

 

Für alle drei ist Polen ein Zufluchtsort, der ein tiefes Bedürfnis nach eigener Identität und Selbstbestimmung symbolisiert. Drei Geschichten der Sehnsucht geben einen Einblick in die polnische Gegenwart: Die neue Welt gibt es für alle, aber nicht ohne die alte – es gibt keine Zukunft ohne Erinnerung.

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