In Polen lebende und arbeitende Ausländer haben im Jahr 2025 das Bruttoinlandsprodukt des Landes um 200 bis 416 Milliarden Zloty erhöht. Das entspricht einem Anteil zwischen 5,1 und 10,7 Prozent des polnischen BIP. Das geht aus dem Bericht „Migration in Polen“ hervor.
Der Soziologe und Präsident des Instituts für Öffentliche Angelegenheiten, Jacek Kucharczyk, erklärte die gemeinsam mit Deloitte und Ipsos erarbeitete Studie zeige deutlich, wie wichtig Ausländer auf dem polnischen Arbeitsmarkt sind und welchen bedeutenden Beitrag sie zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten.
Bis zu 2,5 Millionen Einwanderer in Polen
Der Bericht schätzt die Zahl der in Polen lebenden Ausländer auf rund zwei bis 2,5 Millionen Menschen. Gleichzeitig zeigen der Zeitung vorliegende Daten der polnischen Sozialversicherungsanstalt ZUS, dass der Anteil ausländischer Beschäftigter unter den bei der ZUS versicherten Arbeitnehmern inzwischen auf fast acht Prozent gestiegen ist.
Nach Angaben der Autoren des Berichts übernehmen Migranten inzwischen eine zentrale Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Sie besetzen nicht nur offene Stellen in polnischen Unternehmen. Gleichzeitig gleichen sie auch den zunehmenden Rückgang einheimischer Arbeitnehmer aus, der durch die schnelle Alterung der polnischen Gesellschaft verursacht wird.
Die Autoren betonen: „In den vergangenen Jahren haben Migranten nicht nur freie Stellen in polnischen Unternehmen besetzt, sondern auch den beschleunigten Rückgang der Zahl inländischer Arbeitnehmer in den ZUS-Registern ausgeglichen.“
Mehrheit der Polen bewertet Migranten positiv
Für den Bericht führte Ipsos außerdem eine Umfrage zur Einstellung der Polen gegenüber Ausländern durch. Die Ergebnisse zeigen, dass Polen immer häufiger Kontakt mit Migranten haben und diese Begegnungen überwiegend positiv bewerten.
Mehr als die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass Migranten Personallücken schließen und zum Wirtschaftswachstum beitragen. Zudem erklärten 73 Prozent, Polen solle offen für Menschen aus anderen Ländern bleiben, die Fähigkeiten, Einsatzbereitschaft und den Wunsch mitbringen, ehrlich im Land zu leben.
Quelle: BI
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