Polens Exportwirtschaft ist mit einem Plus ins Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal stieg der polnische Exportwert um 2,2 Prozent auf 93,3 Milliarden Euro. Das geht aus einem Bericht des Polski Fundusz Rozwoju (PFR) zum Außenhandel hervor.
Besonders stark wuchs der Export von Computern, Turbojet-Triebwerken und deren Komponenten sowie von Fleisch und essbaren Schlachtnebenerzeugnissen. Diese Produktgruppen trugen maßgeblich zum Exportwachstum bei.
Gleichzeitig verzeichnete Polen im Warenhandel ein leicht negatives Saldo von 278 Millionen Euro. Der PFR betonte jedoch, dass ein Handelsdefizit im ersten Quartal keine Ausnahme sei. Seit 2004 habe Polen ein solches Minus bereits fünfzehnmal registriert.
Computer und Luftfahrtindustrie sorgen für Wachstum
Laut dem Bericht erreichte der Exportwert 93,3 Milliarden Euro und lag damit 2,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Importe beliefen sich auf rund 93,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 0,9 Prozent im Jahresvergleich.
Vor allem drei Warengruppen stützten den Export:
- Computer: plus 25,4 Prozent
- Turbojet-Triebwerke und Bauteile: plus 9,8 Prozent
- Fleisch und essbare Innereien: plus 8,5 Prozent
Der PFR erklärte, dass insbesondere die steigende Nachfrage nach Technologie- und Industrieprodukten den Export ankurbelte.
Höhere Ölimporte stärken Norwegens Position
Auf der Importseite erhöhten sich vor allem die Einkäufe von Autos und Erdölprodukten. Die Autoimporte stiegen um 12,4 Prozent. Bei Erdölderivaten lag das Plus sogar bei fast 46 Prozent.
Dadurch gewann Norwegen als Lieferpartner deutlich an Bedeutung. Der Anteil Norwegens an den polnischen Importen stieg im ersten Quartal 2026 auf 2,2 Prozent, nach 1,6 Prozent im Jahr zuvor.
Die polnischen Einfuhren von Erdölprodukten aus Norwegen legten im Jahresvergleich um fast 82 Prozent zu. Neben Öl importiert Polen aus Norwegen auch große Mengen Fisch. Dadurch rückte Norwegen auf Platz zehn der wichtigsten Liefernationen für den polnischen Markt vor.
China liefert immer mehr Autoteile und Computer
Auch China und die Vereinigten Staaten bauten ihren Anteil an den polnischen Importen aus.
Der Anteil Chinas stieg laut PFR von 15,1 auf 15,8 Prozent. Die Importe aus China erhöhten sich um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Polen importiert aus China zunehmend Computer, Computerteile und Zubehör sowie Autos und Batterien für Elektrofahrzeuge.
Die USA erhöhten ihren Anteil an den polnischen Importen von 5,2 auf 5,6 Prozent. Die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten stiegen somit um 10,2 Prozent. Verantwortlich dafür waren vor allem der erhöhte Erwerb von Flugzeugen, Flugzeugtriebwerken und Erdölprodukten.
EU bleibt wichtigster Absatzmarkt
Der wichtigste Absatzmarkt für polnische Unternehmen bleibt die Europäische Union. Nach Angaben des PFR gehen rund 75 Prozent der polnischen Exporte in EU-Staaten.
Damit bleibt die europäische Nachfrage der zentrale Faktor für die Entwicklung der polnischen Exportwirtschaft.
Quelle: money
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