In Warszawa / Warschau sollen öffentlich zugängliche Pfandautomaten in Wohnsiedlungen aufgestellt werden. Darüber berichtet das Portal Samorządowy. Das Projekt wird gemeinsam von Kaucja.pl, Recyclo und der Wohnungsbaugenossenschaft Warszawska Spółdzielnia Mieszkaniowa (WSM) umgesetzt. Ziel ist es, die Rückgabe von Pfandflaschen und Getränkedosen zu vereinfachen und die Pfanderstattung effizienter abzuwickeln.
Rückgabe in Wohnortnähe
Die Warszawska Spółdzielnia Mieszkaniowa, eine der größten Wohnungsgenossenschaften Polens, beteiligt sich am Ausbau des polnischen Pfandsystems. Die WSM stellt in den Wohnsiedlungen Pfandautomaten auf, die den Bewohnern frei zur Verfügung stehen.
Dadurch können Flaschen und Dosen künftig in unmittelbarer Nähe der Wohnung zurückgegeben werden. Ein Besuch im Supermarkt ist dafür nicht mehr erforderlich. Das Projekt soll mehr Menschen dazu bewegen, das neue Pfandsystem in Polen regelmäßig zu nutzen.
Mehr als 500 Automaten in ganz Polen geplant
Das Vorhaben entstand in Zusammenarbeit mit dem Pfandsystembetreiber Kaucja.pl und dem Unternehmen Recyclo, welches die Automaten liefert. Kaucja.pl integriert die Geräte vollständig in sein System. Dadurch soll die Abwicklung der Pfandrückzahlungen reibungslos funktionieren.
Ein weiterer Vorteil betrifft die Auszahlung des Pfandbetrags. Statt eines Pfandbons wird das Geld direkt auf die Zahlungskarte des Nutzers überwiesen.
Nach Angaben des Portals Samorządowy installieren die zuständigen Unternehmen bis Ende 2026 landesweit mehr als 500 Rückgabeautomaten. Geplant sind Standorte unter anderem in Warszawa / Warschau, in der Region Schlesien, Poznań / Posen, Łódź / Lodz und Gdańsk / Danzig. Allein in Warszawa / Warschau sollen rund 120 öffentlich zugängliche Pfandautomaten entstehen.
Pfandsystem näher an den Bewohnern
Die WSM erklärt, dass die Bereitstellung von Standorten für die Automaten eine Antwort auf die alltäglichen Bedürfnisse der Bewohner sei und zugleich zur Modernisierung der Wohnsiedlungen beitrage.
Das zunächst im Stadtteil Młociny umgesetzte Projekt soll als Vorbild für weitere Wohnungsgenossenschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften in Polen dienen.
Quelle: rp
Foto: magnific
