Im Jahr 2025 arbeiteten Beschäftigte in Polen durchschnittlich 38 Stunden pro Woche, wie das Polnische Wirtschafts-Institut (Polski Instytut Ekonomiczny, PIE) berichtet. Damit liegt Polen auf dem 5. Platz in der Europäischen Union.
Länder mit noch längeren Arbeitszeiten
Nur in vier EU-Staaten wird im Schnitt länger gearbeitet:
- Litauen: 38,6 Stunden
- Bulgarien: 38,6 Stunden
- Rumänien: 38,4 Stunden
- Lettland: 38,3 Stunden
Der EU-Durchschnitt liegt bei 35 Stunden pro Woche.
Wo wird am wenigsten gearbeitet?
Die kürzesten Arbeitszeiten gibt es in:
- den Niederlanden: 29,7 Stunden
- Dänemark: 32,4 Stunden
- Belgien: 32,6 Stunden
- Österreich: 33,0 Stunden
- Deutschland: 33,4 Stunden
Selbstständige arbeiten deutlich länger
Der Bericht zeigt auch klare Unterschiede bei Selbstständigen. Selbstständige ohne Angestellte in Polen arbeiten im Schnitt 41,4 Stunden pro Woche. Bei Selbstständigen mit Angestellten sind es durchschnittlich 43,7 Stunden wöchentlich.
Der EU-Durchschnitt bei Selbstständigen mit Angestellten beträgt 44,7 Stunden. Besonders lange Arbeitszeiten haben Unternehmer in Frankreich, Belgien und Griechenland.
Teilzeit in Polen eher selten
Nur 6,2 % der Beschäftigten in Polen arbeiten in Teilzeit, deutlich weniger als der EU-Durchschnitt von 17,7 %.
Zum Vergleich Beispiele aus anderen Ländern:
- die Niederlande: 42,7 %
- Österreich: 30,1 %
- Deutschland: 29,4 %
- Bulgarien: 1,7 %
Längere Arbeit bedeutet höhere Produktivität?
Der Bericht betont, dass längere Arbeitszeiten nicht automatisch zu höherer Produktivität führen. Länder wie Luxemburg, Dänemark oder die Niederlande erzielen hohe Produktivität trotz kürzerer Arbeitszeiten.
Quelle: rmf24
Foto: Magnific
