PKP Intercity führt ab dem 14. Juni den Sommerfahrplan 2026 ein und erweitert das Angebot deutlich. Täglich verkehren künftig 560 Züge im polnischen Schienennetz. Das ist die höchste Zahl in der Geschichte des Unternehmens. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl der täglichen Verbindungen um 46.
Mit dem erweiterten Angebot reagiert der Fernverkehrsanbieter auf die wachsende Nachfrage nach Reisen innerhalb Polens sowie ins Ausland. Gleichzeitig sollen beliebte Urlaubsregionen an der Ostsee, in den Bergen und in den Masuren besser erreichbar werden.
Neue Pendolino-Strecken und längere Verbindungen
Besondere Aufmerksamkeit gilt den neuen Verbindungen mit den Hochgeschwindigkeitszügen Pendolino (Express InterCity Premium).
Erstmals fährt ein Pendolino direkt von Bielsko-Biała / Bielitz-Biala nach Ustka / Stolpmünde. Die bisher in Gdynia / Gdingen endende und nun verlängerte Verbindung schafft für Reisende aus Bielsko-Biała / Bielitz-Biala und Katowice / Kattowitz eine schnelle Direktverbindung an die polnische Ostsee. Die Fahrzeit zwischen Warszawa / Warschau Centralna und Ustka / Stolpmünde beträgt weniger als fünf Stunden.
Zusätzlich verbindet ein weiterer Pendolino Zakopane mit Kołobrzeg / Kolberg. Der Zug hält unter anderem in Kraków / Krakau, Warszawa / Warschau, Gdańsk / Danzig und Gdynia / Gdingen. Damit entsteht eine attraktive Direktverbindung zwischen Südpolen und der Ostseeküste.
Außerdem verlängert PKP Intercity die Pendolino-Verbindung von Warszawa / Warschau nach Świnoujście / Swinemünde. Die Abfahrt erfolgt um 16:00 Uhr in der Hauptstadt, die Ankunft im Ostseebad ist für 21:28 Uhr vorgesehen.
Adriatic Express kehrt zurück
Auch im internationalen Verkehr gibt es Neuerungen. Der Adriatic Express nach Rijeka nimmt am 26. Juni wieder den Betrieb auf. Der Zug fährt künftig sechs Mal pro Woche und damit doppelt so häufig wie im Vorjahr.
Auf dem Weg an die Adria verläuft die Strecke durch Tschechien, Österreich und Slowenien. Neu ist eine direkte Wagenverbindung nach Koper. In Ljubljana werden mehrere Wagen vom Hauptzug getrennt und fahren ohne Umstieg weiter in die größte Stadt der slowenischen Küste. Dadurch wird die Anreise an die Adria deutlich einfacher.
Mehr Züge an die Ostsee
Der Sommerfahrplan bringt außerdem zahlreiche neue Verbindungen zu den polnischen Badeorten. Neu sind:
- der sonntägliche EIC Morena zwischen Gdynia / Gdingen und Warszawa / Warschau,
- der Wochenendzug IC Promenada von Wrocław / Breslau nach Kołobrzeg / Kolberg mit Halt unter anderem in Poznań / Posen,
- der EIC Posejdon zwischen Kraków / Krakau und Kołobrzeg / Kolberg.
Im Ballungsraum Trójmiasto / Dreistadt halten täglich 114 Züge von PKP Intercity. An langen Wochenenden steigt die Zahl sogar auf bis zu 122 Verbindungen pro Tag.
Auch die Halbinsel Hela wird besser angebunden. Der EIC Neptun verbindet Kraków / Krakau über Warszawa / Warschau mit Hel / Hela. Der traditionelle EIC Jantar fährt erneut von Warszawa / Warschau aus und bedient die wichtigsten Orte auf der Halbinsel.
Günstigere Reisemöglichkeiten bieten zudem die Züge TLK Wydmy, TLK Korsarz, IC Artus und IC Żeglarz. Sie verbinden Süd- und Westpolen mit den Urlaubsorten an der Ostsee.
Auf dem Abschnitt zwischen Łeba / Leba und Lębork / Lauenburg verkehren während laufender Modernisierungsarbeiten Ersatzbusse für fünf Zugpaare. Zwei davon werden in Lębork / Lauenburg an Pendolino-Verbindungen angebunden.
Masuren, Ermland und Podlachien erhalten mehr Verbindungen
Der Sommer 2026 markiert zudem die Rückkehr des Schienenverkehrs nach Łomża / Lomscha. Erstmals seit mehr als 30 Jahren können Einwohner der Stadt wieder regulär Bahnreisen auf der Strecke Białystok / Bjelostock – Olsztyn / Allenstein – Białystok / Bjelostock nutzen.
Zwischen Olsztyn / Allenstein, Giżycko / Lötzen und Białystok / Bjelostock steigt das Angebot auf sechs tägliche Zugverbindungen. Das entspricht einer Verdreifachung gegenüber dem bisherigen Fahrplan.
Neue und verlängerte Verbindungen betreffen unter anderem die Züge IC Mamry, IC Niegocin, IC Ukiel und IC Słowacki. Sie verbinden Wrocław / Breslau und Poznań / Posen mit den Masuren. Hinzu kommt der IC Stańczyk, der von Pisz / Johannisburg über Olsztyn / Allenstein und die Dreistadt nach Szczecin / Stettin fährt.
Nach der Modernisierung des Streckenabschnitts Ełk / Lyck – Korsze / Korschen erreichen die eingesetzten Lokomotiven des Typs EU160 Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h. Dadurch verkürzen sich die Fahrzeiten in der Region deutlich.
Zusätzliche Verbindungen in die Tatra und schnellere Fahrten im Süden Polens
Für Reisende nach Zakopane setzt PKP Intercity im Sommer zwei zusätzliche günstige Verbindungen ein. Der TLK Kozica fährt von Poznań / Posen, der TLK Małopolska von Trójmiasto / Dreistadt. Beide Verbindungen werden bis in die Tatra-Hauptstadt verlängert.
Täglich verkehrt außerdem der TLK Planty zwischen Kraków / Krakau und Wrocław / Breslau über Rybnik.
Ab dem 21. Juli profitieren Fahrgäste auf der Strecke Warszawa / Warschau – Przemyśl von kürzeren Fahrzeiten. Die Züge IC San und IC Witos benötigen für die Fahrt nach Rzeszów / Resche nur noch 3 Stunden und 40 Minuten.
Neues internationales Angebot von PKP Intercity
Für Reisende aus Kraków / Krakau entsteht eine weitere internationale Verbindung. Der IC Olza wird als vierte direkte Bahnverbindung zwischen Kraków / Krakau und Prag verkehren.
Der Zug hält unter anderem in Oświęcim / Auschwitz, Czechowice-Dziedzice / Czechowitz-Dzieditz, Zebrzydowice / Seibersdorf und Bohumín, bevor er die tschechische Hauptstadt erreicht.
Quelle: rmf24
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