Misdroy/Międzyzdroje gehört seit Jahren zu den beliebtesten Badeorten an der polnischen Ostsee. Doch nicht jeder Urlauber wird dort die erhoffte Ruhe finden. Ein Reporter der Zeitung „Fakt“ besuchte den Ort im Rahmen des Projekts „Kierunek Bałtyk“ und zog ein gemischtes Fazit.
Viel Trubel rund um die Seebrücke
Seinen ersten Eindruck beschreibt der Journalist deutlich:
„Wenn ich Misdroy/Międzyzdroje mit wenigen Worten beschreiben müsste, würde ich es als einen Marktplatz am Meer bezeichnen.“
Vor allem rund um die Seebrücke herrsche dichtes Gedränge. Besucher müssten sich durch Menschenmassen sowie zahlreiche Verkaufsstände und Imbisse drängen. Wer einen ruhigen Badeort sucht, dürfte hier eher enttäuscht werden.
Strand überzeugt trotz schmaler Küste
Deutlich positiver fiel die Bewertung des Strandes aus. Zwar ist der Strand aufgrund der Küstenform relativ schmal, dafür jedoch sauber und gepflegt. Es gibt Umkleidekabinen, Spielmöglichkeiten für Kinder sowie einen barrierearmen Zugang, der allerdings nicht bis ans Wasser reicht.
Preise im Überblick
Auch die Preise wurden unter die Lupe genommen:
- Kabeljaufilet: 19,90 Złoty pro 100 g
- Waffel mit Puderzucker: 10 Złoty
- Kugel Eis: 9–10 Złoty
- Öffentliche Toilette: 5 Złoty
- Städtischer Parkplatz: 6,50 Złoty pro Stunde
Parkplätze in Strandnähe sind zudem knapp, was besonders in der Hauptsaison für zusätzliche Schwierigkeiten sorgt.
Für wen eignet sich Misdroy/Międzyzdroje?
Nach Einschätzung des Reporters ist Misdroy/Międzyzdroje vor allem ein Reiseziel für Menschen, die lebhafte Urlaubsorte mit vielen Restaurants, Geschäften und Unterhaltungsmöglichkeiten mögen. Wer Ruhe und Erholung sucht, sollte eher auf kleinere Ostseebäder ausweichen.
Natur als großer Pluspunkt
Ein großer Vorteil des Ortes ist die unmittelbare Nähe zum Nationalpark Wolin. Dort erwarten Besucher zahlreiche Wander- und Radwege. Besonders beliebt ist die Strecke Richtung Wolin und weiter entlang des Stettiner Haffs bis nach Stettin/Szczeciń, die abwechslungsreiche Natur und schöne Ausblicke bietet.
Quelle: fakt
Foto: Magnific