Europas Badegewässer im Vergleich: Polen im unteren Drittel

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Die aktuelle Analyse der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigt, wie es um die Wasserqualität an Europas Badegewässern bestellt ist. Für Polen fällt das Ergebnis dabei eher enttäuschend aus.

Lediglich 58,7 Prozent der polnischen Badegewässer erhielten die Bestnote „ausgezeichnet“. Damit gehört Polen zu den schwächeren Ländern der Europäischen Union und liegt in der Gesamtwertung auf dem drittletzten Platz. Nur Estland und Albanien schnitten schlechter ab.

Küstengewässer deutlich sauberer als Flüsse und Seen

Wie in vielen anderen europäischen Ländern zeigen sich auch in Polen große Unterschiede zwischen Küsten- und Binnengewässern.

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An der Ostsee wurden 64,7 Prozent der Badeplätze mit der höchsten Qualitätsstufe bewertet. Dennoch bleibt dieses Ergebnis im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich. Schlechtere Werte bei den Küstengewässern verzeichneten lediglich Belgien, Finnland, Estland und Albanien.

Positiv fällt auf, dass kein polnisches Ostsee-Badegewässer als ungeeignet zum Baden eingestuft wurde.

Binnengewässer bereiten größere Probleme

Noch deutlicher werden die Schwächen bei Seen, Flüssen und Stauseen im Landesinneren.

Nur 56,7 Prozent der polnischen Binnen-Badegewässer erreichten die Bewertung „ausgezeichnet“. Schlechter schnitten innerhalb Europas lediglich Kroatien und Spanien ab.

Besonders besorgniserregend ist, dass 2,5 Prozent der polnischen Binnengewässer als „schlecht“ eingestuft wurden. Nach europäischen Vorschriften müssen Badegewässer mit dauerhaft schlechter Wasserqualität über mehrere Jahre hinweg mit einem Badeverbot oder einer offiziellen Warnung belegt werden.

Flüsse bleiben europaweit das größte Problem

Die Untersuchung zeigt, dass nicht nur Polen mit Herausforderungen zu kämpfen hat. Europaweit weisen Flussbadegewässer die schlechtesten Ergebnisse auf.

Laut EEA erreichten im Jahr 2025 lediglich 47 Prozent der rund 1.200 ausgewiesenen Flussbadegewässer in Europa die Bestnote. Küstengewässer schneiden dagegen meist deutlich besser ab, da Meeresströmungen Schadstoffe stärker verdünnen und abtransportieren.

Warum die Wasserqualität so wichtig ist

Die Bewertung der Badegewässer erfolgt auf Grundlage regelmäßiger Untersuchungen auf Bakterien und andere Verunreinigungen, die gesundheitliche Risiken verursachen können.

Eine hohe Wasserqualität ist nicht nur für den Tourismus entscheidend, sondern auch für den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Die aktuellen Daten zeigen, dass Polen zwar über viele sichere Badeplätze verfügt, insbesondere bei Binnengewässern jedoch weiterhin erheblicher Verbesserungsbedarf besteht.

Ostsee bleibt die beste Wahl

Für Badeurlauber in Polen liefert der Bericht eine klare Botschaft: Wer möglichst sauberes Wasser sucht, findet die besten Bedingungen weiterhin an der Ostseeküste. Flüsse und einige Seen schneiden dagegen deutlich schlechter ab und werden auch in den kommenden Jahren verstärkt überwacht werden müssen.

Quelle: wprost

Foto: Magnific

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