Das polnische Schnellstraßennetz ist 2025 auf mehr als 5400 Kilometer gewachsen. Gleichzeitig fahren immer mehr Autos auf den Straßen des Landes. Neue Daten des polnischen Statistikamtes GUS zeigen außerdem, dass sich der Fahrzeugbestand langsam verändert: Die Autos werden etwas jünger, und auch alternative Antriebe gewinnen an Bedeutung.
Ende 2025 verfügte Polen über 1896,9 Kilometer Autobahnen und 3519,1 Kilometer Schnellstraßen. Zusammen ergibt das ein Schnellstraßennetz von 5416 Kilometern.
Besonders auffällig ist der Unterschied beim Ausbautempo. Das Autobahnnetz wuchs innerhalb eines Jahres lediglich um 8,6 Kilometer. Bei den Schnellstraßen kamen dagegen 204,5 Kilometer hinzu.
Nach Angaben des GUS entfielen Ende 2025 auf jeweils 1000 Quadratkilometer Landesfläche rund sechs Kilometer Autobahn. Bezogen auf die Einwohnerzahl waren es 5,1 Kilometer Autobahn je 100.000 Einwohner.
In Polen sind 32 Millionen Fahrzeuge registriert
Das GUS hat gleichzeitig den Fahrzeugbestand des Landes ausgewertet. Insgesamt waren in Polen rund 32 Millionen Fahrzeuge und Traktoren registriert.
Bei den aktuellen Zahlen muss allerdings eine wichtige methodische Änderung berücksichtigt werden. Die Daten für 2024 und 2025 basieren auf einem überarbeiteten Register CEPiK. Dabei wurden Fahrzeuge entfernt, die als nicht mehr aktiv eingestuft wurden.
Die stärkste Dynamik bei den Neuzulassungen gab es 2025 bei Sattelzugmaschinen. Insgesamt wurden 20.800 neue Fahrzeuge dieser Art registriert – 10,6 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der neu zugelassenen Busse stieg um 8,6 Prozent auf 2300 Fahrzeuge. Bei den Pkw gab es ein Plus von 8,3 Prozent auf 600.500 Neuzulassungen.
Bei den Lastwagen betrug der Anstieg 3,1 Prozent. Insgesamt wurden rund 75.000 neue Lastwagen registriert.
652 Pkw kommen auf 1000 Einwohner
Ende 2025 waren in Polen 24,4 Millionen Pkw registriert. Damit kamen statistisch 652 Autos auf 1000 Einwohner.
Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass sich der polnische Pkw-Bestand langsam verjüngt. Der Anteil der höchstens fünf Jahre alten Fahrzeuge stieg innerhalb eines Jahres von 10,9 auf 12,1 Prozent.
Deutlich zurückgegangen ist dagegen der Anteil der Fahrzeuge im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. 2024 machten sie noch 52,6 Prozent des gesamten Pkw-Bestands aus. Ende 2025 waren es 50,2 Prozent.
Trotz dieser Entwicklung bleibt der Anteil alter Autos hoch: Noch immer ist etwa jedes zweite in Polen registrierte Auto zwischen 16 und 30 Jahre alt.
Elektroautos nehmen zu, bleiben aber eine kleine Minderheit
Auch bei den Antrieben verändert sich der Fahrzeugbestand langsam.
Nach Angaben des GUS entfielen Ende 2025 44,9 Prozent des Pkw-Bestands auf Benziner. Diesel-Fahrzeuge kamen auf 35,6 Prozent. Weitere 13,2 Prozent der Pkw waren mit einer LPG-Anlage ausgestattet.
Elektroautos machen dagegen weiterhin nur einen kleinen Teil des gesamten Fahrzeugbestands aus. Ihr Anteil lag bei lediglich 0,5 Prozent.
Allerdings wächst diese Gruppe deutlich. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Elektrofahrzeuge laut GUS nahezu verdoppelt.
Diesel dominiert weiterhin bei schweren Nutzfahrzeugen
Bei Lastwagen bleibt der Dieselmotor dagegen klar führend. Von den insgesamt 3,2 Millionen registrierten Lastwagen verfügten 87,5 Prozent über einen Dieselmotor.
Auch bei den schweren Nutzfahrzeugen zeigt sich jedoch eine leichte Verjüngung der Flotte. Der Anteil der höchstens fünf Jahre alten Lastwagen stieg von 12 auf 12,8 Prozent.
Ende 2025 waren in Polen außerdem 557.900 Sattelzugmaschinen registriert. Das waren sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Hinzu kamen 109.300 Busse.
Die aktuellen Zahlen zeigen damit zwei parallele Entwicklungen: Polen baut sein Schnellstraßennetz weiter aus, während gleichzeitig der Fahrzeugbestand des Landes wächst und sich langsam verändert. Vor allem bei den Pkw nimmt der Anteil jüngerer Fahrzeuge und Elektroautos zu – auch wenn ältere Autos und Verbrennungsmotoren weiterhin klar dominieren.
Quelle: interia
Foto: Magnific
