Polen: So hoch wird der Mindestlohn 2020

Mit dem 1. Januar werden die Mindestlohnsätze in Polen neu aufgestellt. Auf die Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Weichselland kommen viele Veränderungen zu.

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Sonntag, 15. Dezember 2019
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Symbolbild / Pixabay
Symbolbild / Pixabay

Immer mehr Menschen sammeln in den polnischen Wäldern Pilze, dabei sollte man aber beachten, dass man fürs Fehlverhalten eine Geldstrafe kassieren kann. 

Polnische Wälder locken immer mehr Pilzsammler an. 2017 wurden 3800 Tonnen Waldpilze gesammelt und dazu zählen nicht die Pilze, die sofort in die Küche kamen. Auf der offiziellen Liste des Gesundheitsministers befinden sich 47 Arten von Pilzen, die man zur Produktion von Pilzprodukten benutzen kann. Das sind wieder 3 Sorten mehr als letztes Jahr. Kein anderes EU-Land hat so eine lange Liste, wie Polen. Auch das Gesetz ist überall strenger als in Polen. In Deutschland und der Schweiz darf jede Person nur 2 kg Pilze sammeln. In Frankreich muss man dafür bezahlen und in den Niederlanden und Belgien ist das komplett verboten. In Polen ist das Sammeln von Pilzen natürlich erlaubt und kostenlos. Es gibt nur eine Ausnahme, das industrielle Sammeln in verboten. Dazu  zählen nicht mal Pilzsammler, die an der Straße Pilze verkaufen.

Bußgeld für Pilzsammler

Das Sammeln von Pilzen ist kostenlos, dennoch sollte man aufpassen, damit das nicht mit einer Buße endet. Vor allem geht es darum, dass Pilzsammler sehr oft mit ihren Autos in den Wald fahren und auf nicht zugelassenen Plätzen parken. Das wird natürlich mit Strafzetteln bestraft. Sollte man den nicht annehmen, kann dies zu einer Anklage führen. Sehr oft kommt es bei Amateuren vor, dass sie Verkehrsschilder nicht beachten und dann so weit, wie möglich in den Wald reinfahren. Obwohl die Schilder deutlich zeigen, dass dies verboten ist. Erlaubt ist nur das Autofahren auf öffentlichen Straßen und parken darf man nur auf Parkplätzen. Die Waldwege darf man auch nur dann nutzen, wenn sie entsprechend gekennzeichnet sind. Sollte man diese Regeln nicht beachten, muss man eine Geldstrafe, in Höhe von 20 bis zu 500 zł zahlen. Verstößt man auch gegen das Naturschutzgesetz, muss man zusätzlich noch 1000 zł zahlen. Sollte das jedoch vors Gericht kommen, beträgt die Strafe sogar 5000 zł. 

Nicht alles darf gesammelt werden

Pilze zu sammeln ist in Polen nicht verboten, doch nicht überall darf man das machen. In den Staatswäldern darf zwar jeder Pilze sammeln, doch in Wäldern von Privatpersonen, Firmen oder Institutionen ist das ohne eine entsprechende Erlaubnis untersagt. Dies trifft aber nur auf 20% aller Wälder in Polen zu. Man sollte aber auch beachten, dass man in Naturschutzgebieten keine Pilze sammeln darf, sonst kassiert man eine Strafe in Höhe von 250 zł. Verboten ist auch das Abreißen von Zapfen oder Sammeln von z.B. Gras, Moos und Baumrinde. 

Wichtig ist auch das, wie man die Pilze sammelt. Macht man das falsch, kann man wieder eine Strafe bekommen. Vor allem geht es darum, dass man beim Ausreißen den Unterwuchs nicht beschädigt.

Das polnische Gesetz gibt nicht wirklich an, welche Pilze man sammeln darf. Es gibt aber eine Liste mit 54 Arten von Großpilzen, die am meisten gesammelt werden und unter Schutz stehen. Dort findet man u.a. einige Sorten von Dickröhrlingen und Schmierröhrlingen. Die meisten Pilze, die unter Schutz stehen, sind Flechte. Die geschützten Großpilze kommen äußerst selten vor. Dennoch sollte man immer wissen, welche Pilze man sammeln darf, vor allem zur eigenen Sicherheit. Reißt man einen Pilz ab, der unter Schutz steht, oder macht man so einen Pilz kaputt, muss man eine Strafe von 500zł zahlen.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.

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