Seit dem EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 hat sich die Produktion von amerikanischen Heidelbeeren massiv entwickelt. Während damals noch rund 4.000 Tonnen geerntet wurden, liegt die Ernte heute bei etwa 64.700 Tonnen (2025). Ein Anstieg um mehr als das 16-Fache.
Auch die Anbaufläche wuchs enorm: von etwa 1.000 Hektar auf rund 12.600 Hektar.
Polen als EU-Marktführer
Nach Angaben des polnischen Zentrums für landwirtschaftliche Unterstützung (KOWR) ist Polen inzwischen größter Heidelbeerproduzent in der EU (ca. 33 % der EU-Produktion). Gemeinsam mit Spanien ist das Land an der Weichsel europäischer Spitzenreiter und unter den Top-7-Produzenten weltweit.
Globale Einordnung
Die wichtigsten Produzenten weltweit sind aktuell:
- USA (~402.000 t)
- Peru (~354.000 t)
- Kanada (~166.000 t)
- Chile (~97.000 t)
- Mexiko (~81.000 t)
- Polen (~62.000 t)
- Spanien (~61.000 t)
Export als wichtiger Wirtschaftsfaktor
Polnische Heidelbeeren sind ein stark exportorientiertes Produkt. Je nach Jahr gehen 25–40 % der Produktion ins Ausland.
- 2025: ca. 21.000 t exportiert (32 %)
- 2024: ca. 25.000 t exportiert (40 %)
- 2015: ca. 4.500 t exportiert (34 %)
Die Früchte gelten als gut transportfähig und daher besonders attraktiv für den internationalen Handel.
Warum die Nachfrage steigt
Heidelbeeren werden weltweit immer beliebter, vor allem wegen ihres Rufs als „Superfood“. Sie sind reich an Antioxidantien und gelten als gesundheitsfördernd.
Regionale Schwerpunkte in Polen
Der Anbau konzentriert sich vor allem auf:
- Woiwodschaft Masowien (~29 %)
- Lublin (~13 %)
- Lodz/Łódź (~13 %)
- Großpolen (~8 %)
Von der Nische zum Erfolgsprodukt
Die Heidelbeere wurde in Polen erst nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt. Erste Versuche scheiterten häufig, größere Plantagen entstanden erst in den 1970er Jahren. Der eigentliche Boom begann jedoch erst in den 1990er Jahren. Heute ist sie eines der wichtigsten Exportprodukte der polnischen Landwirtschaft.
Quelle: businessinsider
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