Die Generaldirektion für Nationalstraßen und Autobahnen (GDDKiA) beginnt mit der Sanierung eines der am stärksten befahrenen Abschnitte der Autobahn A4 in Südpolen. Die Bauarbeiten betreffen den Streckenabschnitt zwischen der Grenze der Woiwodschaften Oppeln und Schlesien sowie dem Autobahnknoten Łany.
Das Projekt hat einen Wert von knapp 8 Millionen Złoty und soll innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden. Während der Bauarbeiten müssen sich Autofahrer auf Änderungen der Verkehrsführung und vorübergehende Behinderungen einstellen.
Bauunternehmen hat drei Monate Zeit
Den Auftrag erhielt das Bauunternehmen Drog-Bud aus Lubojenka.
Wie die GDDKiA mitteilte, muss der Auftragnehmer spätestens 14 Tage nach Vertragsunterzeichnung mit den Arbeiten beginnen. Für die vollständige Umsetzung der Maßnahme sind drei Monate vorgesehen.
Auf die ausgeführten Arbeiten gewährt das Unternehmen eine siebenjährige Qualitätsgarantie.
Mehr als 20 Jahre intensiver Nutzung hinterlassen Spuren
Die Modernisierung betrifft einen 5,3 Kilometer langen Autobahnabschnitt, der im Jahr 2003 für den Verkehr freigegeben wurde.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört dieser Abschnitt zu den wichtigsten Verkehrsachsen Polens und ist zugleich Teil des europäischen Fernstraßennetzes.
Nach den Ergebnissen der jüngsten allgemeinen Verkehrszählung 2025 nutzen täglich durchschnittlich mehr als 48.000 Fahrzeuge diesen Teil der A4.
Im Vergleich zur vorherigen Verkehrszählung aus den Jahren 2020/2021 ist das Verkehrsaufkommen auf diesem Abschnitt um nahezu 15 Prozent gestiegen.
Die starke Belastung hat deutliche Schäden an der Fahrbahn verursacht. Dazu zählen Ermüdungsrisse, Spurrillen und Ausbrüche im Asphalt.
Bisher wurden lediglich punktuelle Reparaturen an der Deckschicht durchgeführt. Nach Angaben der Straßenverwaltung reicht dies inzwischen jedoch nicht mehr aus, sodass eine umfassende Sanierung erforderlich geworden ist.
Umfangreiche Modernisierung statt einfachem Asphaltersatz
Nach Angaben der GDDKiA beschränken sich die Arbeiten nicht auf den Austausch der Asphaltdeckschicht.
Die Bauunternehmen werden mehrere Schichten des Fahrbahnaufbaus erneuern. Dazu gehören die Deckschicht, die Binderschicht sowie Teile der Tragschicht.
Ziel der Maßnahme ist es, die volle Tragfähigkeit der Autobahn wiederherzustellen sowie die Verkehrssicherheit und die Lebensdauer des gesamten Streckenabschnitts deutlich zu erhöhen.
Zusätzlich werden Arbeiten an der Entwässerung, an Brückenbauwerken sowie an den Schutzplanken durchgeführt.
Nach Abschluss der Asphaltarbeiten erhält die Autobahn außerdem eine neue Fahrbahnmarkierung in langlebiger Dickschichttechnik, die widerstandsfähiger ist als herkömmliche Markierungen.
Verkehr bleibt trotz Bauarbeiten in beiden Richtungen möglich
Während der gesamten Bauzeit soll der Verkehr aufrechterhalten werden.
Geplant ist eine sogenannte 2+2-Verkehrsführung, bei der in jeder Fahrtrichtung weiterhin zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.
Für die Umsetzung dieser Lösung wird mit Beginn der Bauarbeiten eine neue Verkehrsführung eingerichtet.
Die GDDKiA weist darauf hin, dass sich Behinderungen trotz aller Maßnahmen nicht vollständig vermeiden lassen. Die gewählte Verkehrsorganisation soll jedoch die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich halten
Quelle: interia
Foto: Magnific