Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz hat mitgeteilt, dass die erste Lieferung von 28 K2-Panzern aus Südkorea in Polen eingetroffen ist. Die modernen Kampfpanzer wurden im Rahmen eines Abkommens mit Südkorea bestellt.
Die Fahrzeuge werden direkt bei der 16. Mechanisierten Division der polnischen Armee eingesetzt. Damit beginnt eine weitere Phase des umfangreichen Modernisierungsprogramms der polnischen Streitkräfte.
Langfristig soll dabei nicht nur moderne Ausrüstung nach Polen geliefert werden. Ein Teil der Produktion soll schrittweise in polnische Rüstungsbetriebe verlagert werden.
Die jetzt gelieferten Panzer sind Teil eines Ausführungsvertrags über insgesamt 180 K2. Polen und Südkorea unterzeichneten den Vertrag am 1. August 2025 in Gliwice / Gleiwitz. Beteiligt waren Vertreter beider Regierungen sowie der Rüstungsindustrie.
Die ersten Fahrzeuge sollen umgehend an Einheiten der 16. Mechanisierten Division übergeben werden. Damit sollen die Kampfkraft und die Abschreckungsfähigkeit an der östlichen Flanke Polens möglichst schnell gestärkt werden.
180 Panzer in zwei Versionen
Der aktuelle Vertrag sieht eine schrittweise Lieferung der Panzer vor. Gleichzeitig soll die polnische Industrie zunehmend in den Produktionsprozess eingebunden werden.
Bis 2028 soll die polnische Armee insgesamt 116 K2 in der Standardversion K2GF erhalten. In den Jahren 2028 bis 2030 sollen weitere 64 Panzer folgen. Dabei handelt es sich um die umfassend modifizierte Version K2PL, die speziell an die Anforderungen der polnischen Streitkräfte angepasst wird.
Zum Vertrag gehört außerdem die Produktion von 81 Unterstützungsfahrzeugen direkt in Polen. Dazu zählen 31 Bergungs- und Instandsetzungsfahrzeuge, 25 Pionierfahrzeuge sowie 25 Brückenlegefahrzeuge.
Bei der Entwicklung und Produktion des K2PL sollen polnische Komponenten zum Einsatz kommen. Auch die Produktion der Unterstützungsfahrzeuge in heimischen Rüstungsbetrieben soll dazu beitragen, neue technologische Fähigkeiten in der polnischen Verteidigungsindustrie aufzubauen.
Langfristiger Plan: Bis zu 1.000 Panzer
Die Zusammenarbeit zwischen Polen und der südkoreanischen Rüstungsindustrie begann im Juli 2022. Damals bestellte Polen zunächst 180 K2-Panzer.
Parallel dazu wurde ein umfangreiches Rahmenabkommen geschlossen. Es sieht langfristig die Beschaffung von bis zu 1.000 K2 für die polnischen Streitkräfte vor.
Dabei sollen bis zu 820 Panzer umfassend an polnische Anforderungen angepasst und in wesentlichen Bereichen „polonisiert“ werden. Dazu gehört auch eine stärkere Beteiligung der polnischen Industrie.
Nach der derzeitigen Strategie sollen Produktionslinien direkt in Polen entstehen. Von dort aus sollen künftig weitere K2-Panzer für die polnische Armee vom Band laufen.
‼️W Polsce są już pierwsze koreańskie czołgi z podpisanego 1 sierpnia 2025 r. kontraktu na nowe K2 i K2PL.
— Władysław Kosiniak-Kamysz (@KosiniakKamysz) August 25, 2026
28 czołgów K2 właśnie dotarło do Polski i zasili 16. Dywizję Zmechanizowaną. W kolejnych partiach pojawią się czołgi w wersji K2 PL, a więc wyprodukowane w części z… pic.twitter.com/Gy6ZyIl36U
Quelle: wp
Foto: X / KosiniakKamysz
