Steigende Immobilienpreise führen dazu, dass sich immer weniger Menschen in Polen Wohneigentum leisten können. Davon profitieren zunehmend ausländische Investoren.
Wachsende Präsenz deutscher Investoren
Das Unternehmen TAG Immobilien hat bis 2025 über 5.300 Wohnungen in den größten polnischen Städten erworben, darunter Warschau/Warszawa, Krakau/Kraków und Breslau/Wrocław. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf mehr als 2,4 Milliarden Złoty. Der Fokus liegt dabei auf dem sogenannten PRS-Sektor (Private Rented Sector), also institutionell betriebenen Mietwohnungen.
Die Expansion begann bereits 2019 mit der Übernahme von Vantage Development und wurde 2021 durch den Kauf des Entwicklers Robyg für rund 2,5 Milliarden Złoty weiter beschleunigt.
Marktentwicklung: Eigentum wird schwieriger
Laut Daten von Eurostat lebt ein wachsender Anteil der Bevölkerung in Polen zur Miete. Hauptgrund sind die stark gestiegenen Immobilienpreise, insbesondere in Metropolregionen. Experten weisen darauf hin, dass vielen Haushalten zunehmend das Eigenkapital für den Wohnungskauf fehlt.
Wirtschaftliche Ergebnisse und Strategie
TAG Immobilien konnte 2025 rund 68 Millionen Euro durch Wohnungsverkäufe erzielen. Gleichzeitig stiegen die Mieteinnahmen um 3,4 Prozent. Das Unternehmen plant, seine Aktivitäten weiter auszubauen, und prüft sogar einen Börsengang in Polen.
Risiken und Kritik
In der Berichterstattung der Frankfurter Rundschau wird jedoch auch auf Risiken hingewiesen. Neben wirtschaftlichen Faktoren spielen geopolitische Unsicherheiten eine Rolle. Diese könnten langfristige Investitionen im Immobiliensektor beeinflussen, insbesondere in einem angespannten internationalen Umfeld.
Quelle: interia
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