Eigentlich befindet sich die polnische Ostseeküste mitten in der Urlaubssaison. Statt Sommerwetter herrschen jedoch Bedingungen, die eher an den Herbst erinnern. Auf der Frischen Nehrung tobt ein schwerer Sturm. Videos von Einwohnern und Urlaubern zeigen die enorme Kraft der Natur. Eine Aufnahme verbreitete sich innerhalb kurzer Zeit im Internet.
Wetterumschwung begann bereits am 7. Juli
Die Wetterlage an der polnischen Ostseeküste verschlechterte sich bereits am Dienstag, dem 7. Juli. Damals warnten die Meteorologen vor sehr starkem Wind. Der Höhepunkt des Unwetters wurde jedoch für Mittwoch, den 8. Juli, erwartet.
Die Meteorologen prognostizierten Windböen von mehr als 120 km/h. Zudem warnten sie vor einem schweren Sturm auf der Ostsee sowie vor einer möglichen Cofka – einem Rückstau von Ostseewasser ins Landesinnere. Besonders kritisch sollte die Lage auf der Frischen Nehrung und an der östlichen polnischen Ostseeküste werden.
Video zeigt die Wucht des Sturms
Die Auswirkungen des Unwetters an der Ostsee sind in zahlreichen Videos in den sozialen Medien zu sehen. Besonders große Aufmerksamkeit erhielt ein Beitrag des Facebook-Nutzers Andrzej.
Seine Aufnahmen von der Frischen Nehrung zeigen, wie der starke Wind große Sandmassen über den Strand treibt. Mehrere Imbissbuden wurden teilweise unter Sand begraben. Gleichzeitig kämpfen Spaziergänger trotz Regenjacken gegen den heftigen Wind und kommen nur mühsam voran.
„Sturm. Extrem starke Windböen“, schrieb der Autor des Videos.
Nutzer reagieren mit Staunen und Respekt
Unter dem Video erschienen innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Kommentare. Viele Internetnutzer zeigten sich beeindruckt von der Gewalt des Sturms an der Ostsee.
„Das Meer ist wütend und spielt verrückt“, schrieb eine Nutzerin. Eine andere kommentierte: „Manchmal muss auch das Meer zur Ruhe kommen“.
Strand und Infrastruktur wurden vorsorglich gesichert
Noch vor dem Eintreffen der schwersten Windböen begannen die Behörden in Krynica Morska / Kahlberg mit Sicherungsmaßnahmen. Der Strand und die Küsteninfrastruktur wurden mit Sandsäcken geschützt. Ziel war es, die Folgen des Sturms und einer möglichen Cofka zu begrenzen.
Am Mittwoch wirbelten die Windböen den Sand mehrere Meter hoch auf. Gleichzeitig unterspülten hohe Wellen die Strände. Die Einsatzkräfte riefen die Bevölkerung und Urlauber dazu auf, Spaziergänge in der Nähe der aufgewühlten Ostsee zu vermeiden.
Quelle: fakt
Foto: facebook / Andrzej Bassendowski