Im Zentrum von Wisła / Weichsel wurde das Beskidische Skizentrum „Adam Małysz“ eröffnet. Die Ausstellung erinnert an die Karriere des erfolgreichsten polnischen Skispringers sowie an die Geschichte des polnischen Skisports. Besucher können dort zahlreiche Erinnerungsstücke entdecken – von den vier Kristallkugeln bis hin zum Rallye-Fahrzeug, mit dem Adam Małysz nach dem Ende seiner Skisprungkarriere an der Rallye Dakar teilnahm.
Vier Kristallkugeln und der berühmte Bananenwecken
Zu den wichtigsten Exponaten gehören die vier Kristallkugeln aus dem Skisprung-Weltcup sowie der berühmte Bananenwecken („Bułka z bananem“), der während der größten Erfolge von Adam Małysz Kultstatus erlangte.
Bei der Eröffnung blickte der heute 48-Jährige mit Stolz und etwas Nostalgie auf seine Karriere zurück. „Das sind außergewöhnliche Exponate. Sie zeigen, dass ein Mensch über einen so langen Zeitraum in Bestform sein konnte. Besonders hervorheben möchte ich, dass ich drei Kristallkugeln in drei aufeinanderfolgenden Saisons gewonnen habe. Das ist bis heute niemand anderem gelungen“, sagte Adam Małysz.
Seit seinen größten Erfolgen sind inzwischen rund 20 Jahre vergangen.
Ausstellung zeigt die Karriere von Adam Małysz und die Geschichte des polnischen Skisports
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Adam Małysz. Gleichzeitig widmet sich das Zentrum der Entwicklung des polnischen Skisports.
Zu den Ausstellungsstücken gehört auch das Rallye-Auto, mit dem der frühere Skispringer nach seinem Karriereende bei der Rallye Dakar startete. Darüber hinaus wird ein Teil seiner Skisammlung präsentiert. Insgesamt besitzt Małysz rund 2.000 Paar Skier.
Besucher werden außerdem von Adam Małysz selbst durch die Ausstellung begleitet. Auf Multimedia-Bildschirmen, die sich in jedem Ausstellungsbereich befinden, erklären seine Stimme und virtuelle Darstellungen die einzelnen Stationen seiner Karriere.
Multimediale Zeitreise in das goldene Zeitalter des Skispringens
Das Beskidische Skizentrum setzt konsequent auf moderne Multimedia-Technik. Besucher können mehr als zwei Jahrzehnte in die Vergangenheit reisen und die Atmosphäre der damaligen Fan-Zonen erleben. Dort werden die berühmtesten Sprünge von Adam Małysz gezeigt. Außerdem laden Computerspiele im Stil der 1990er-Jahre zum Mitmachen ein.
Die Ausstellung stellt auch bekannte Persönlichkeiten des Skisports aus den Beskiden vor. Dazu gehören Jan Kawulok, Jan Szturc und Piotr Fijas sowie Vertreter der jüngeren Generation wie Piotr Żyła und Aleksander Zniszczoł.
Erinnerung an das goldene Zeitalter des polnischen Skisports
Wojciech Sługa, Marschall der Woiwodschaft Schlesien, bezeichnete das neue Zentrum als einen besonderen Erinnerungsort. „Das Beskidische Skizentrum Adam Małysz ist eine außergewöhnliche Einrichtung. Sie erinnert an die goldenen Zeiten, als die Wettkämpfe ihres Namensgebers, des erfolgreichsten Skispringers in der Geschichte Polens, nicht nur in Polen, sondern weltweit Millionen Fans begeisterten. Ich bin überzeugt, dass jeder Anhänger unserer Skispringer diesen einzigartigen Ort mindestens einmal besuchen möchte“, sagte er.
Der Bau des Beskidischen Skizentrums kostete 22,4 Millionen Zloty. Die Initiative für das Projekt ging auf Jakub Chełstowski, Marschall der Woiwodschaft Schlesien in den Jahren 2018 bis 2024, die Stadt Wisła / Weichsel sowie Adam Małysz zurück.
Quelle: fakt
Foto: facebook / Beskidzkie Centrum Narciarstwa im. Adama Małysza w Wiśle