Ein bedeutender Verkehrsknoten in Polen präsentiert sich in neuem Glanz. Der Bahnhof in Czechowice-Dziedzice in der Woiwodschaft Schlesien wurde umfassend renoviert und im April wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Seitdem zieht das Gebäude zahlreiche Reisende an und sorgt für positive Reaktionen.
Die feierliche Wiedereröffnung fand am 9. April statt. Gleichzeitig wurde eine Gedenktafel enthüllt. Sie erinnert an den 2. Mai 1923, als Ferdinand Foch am örtlichen Bahnhof von Kazimierz Sosnkowski den Marschallstab Polens erhielt.
Baugeschichte und denkmalgerechte Restaurierung des Bahnhofs
Man errichtete das Bahnhofsgebäude zwischen 1853 und 1855. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweiterte man es. Die staatliche Gesellschaft PKP S.A., die den Großteil der Bahnhöfe in Polen verwaltet, koordinierte die Sanierungsarbeiten.
Die Restaurierung erfolgte nach strengen denkmalpflegerischen Vorgaben. Man rekonstruierte die historische Fassade originalgetreu. Zu den wiederhergestellten Elementen zählen:
- Rustizierte Fassadendetails im Erdgeschoss
- Jugendstilornamente in den oberen Bereichen
- Attiken an den Giebeln der Ost- und Westflügel
Man erneuerte auch eine Reliefdarstellung mit Eisenbahnsymbol über dem Haupteingang am Bahnhof. Historische Wandmalereien im Inneren ließ man erhalten. Im unterirdischen Durchgang greift modernes Graffiti diese Motive auf.
Zusätzlich integrierte man stilisierte, historische Elemente wie Lampen und Uhren im Eingangsbereich. Reisende äußerten sich überwiegend positiv. In Kommentaren äußerten sie jedoch den Wunsch, die historische Optik nicht durch auffällige Ladenlogos zu beeinträchtigen.
Moderne Ausstattung für Reisende
Parallel zur äußeren Restaurierung modernisierte man die Innenräume umfassend. Der Hauptsaal bietet heute:
- Elektronische Anzeigetafeln für Ankünfte und Abfahrten
- Sitzbänke mit Lademöglichkeiten für mobile Geräte
- Sanitäranlagen
- Ticketverkaufsschalter
- Flächen für kommerzielle Nutzung
Darüber hinaus passte man den Bahnhof an die Bedürfnisse von Menschen mit eingeschränkter Mobilität an. Installiert wurden Aufzüge, Beschilderungen in Brailleschrift sowie taktile Leitsysteme und Übersichtspläne.
Die Gesamtkosten der Investition belaufen sich auf über 61,5 Millionen Zloty. Mehr als 47,7 Millionen Zloty stammen aus staatlichen Fördermitteln.
Quelle: wprost
Foto: facebook / Rekonstrukcje i odbudowy