Kein Durchbruch bei der Suche nach dem Goldzug: Neue Untersuchungen bringen Ernüchterung

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Goldzug

Die Suche nach dem legendären Goldzug in Niederschlesien hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Nach Angaben der Forschungsgruppe des Magazins „Odkrywca“ konnten jüngste Untersuchungen im Bereich des 61. Streckenkilometers der Bahnlinie zwischen Breslau/Wrocław und Waldenburg/Wałbrzych keine Hinweise auf einen versteckten Tunnel oder auf den angeblichen Goldzug liefern.

Die Messungen wurden demnach im Mai und Juni durchgeführt. Dabei kamen moderne geophysikalische Methoden, darunter Georadar-Technologie, zum Einsatz.

Keine Spur von Tunnel, Tor oder Waggons

Die Forscher erklären, dass sich keine der spektakulären Behauptungen bestätigen ließ. Weder ein vermuteter Tunnel, noch ein angebliches Stollensystem, eine Betonkonstruktion oder die oft erwähnten Güterwaggons konnten nachgewiesen werden.

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Nach Einschätzung der Experten gibt es derzeit keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass sich an der untersuchten Stelle tatsächlich ein verborgener Eisenbahntunnel oder gar ein Zug mit wertvoller Ladung befindet.

Michał Motak hatte große Hoffnungen geweckt

Für großes Aufsehen sorgte Anfang des Jahres der Schatzsucher Michał Motak. Er erklärte damals, mithilfe radiästhetischer Methoden einen unterirdischen Tunnel entdeckt zu haben. Nach seiner Darstellung sollten sich dort drei Güterwagen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs befinden.

Motak sprach von Waggons mit einer Länge von rund zwölf Metern, die hinter einem verschlossenen Stahltor verborgen sein sollen. Der Tunnel sollte angeblich in Richtung des Schlosses Fürstenstein bei Waldenburg/Wałbrzych führen.

Radiästhesie statt klassischer Wissenschaft

Die Theorie stützte sich hauptsächlich auf radiästhetische Untersuchungen. Dabei versuchen Anwender mithilfe von Pendeln oder Wünschelruten Strukturen im Untergrund aufzuspüren. Wissenschaftlich gelten diese Methoden jedoch als umstritten und konnten bislang nicht zuverlässig nachgewiesen werden.

Die jüngsten Georadar-Untersuchungen sollten Klarheit schaffen. Nach Angaben der beteiligten Experten sprechen die Ergebnisse jedoch deutlich gegen die zuvor aufgestellten Thesen.

Die Legende vom Goldzug lebt weiter

Trotz der aktuellen Enttäuschung bleibt der Goldzug eine der bekanntesten Legenden Polens. Der Mythos besagt, dass die Nationalsozialisten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs einen Zug mit Gold, Kunstschätzen und wichtigen Dokumenten in einem geheimen Tunnel in Niederschlesien versteckt haben.

Seit Jahrzehnten lockt die Geschichte Schatzsucher, Historiker und Abenteurer in die Region. Auch wenn die aktuellen Untersuchungen keine neuen Hinweise erbracht haben, dürfte die Suche nach dem legendären Goldzug noch lange nicht beendet sein.

Experten mahnen zur Vorsicht

Die Forschungsgruppe betont, dass außergewöhnliche Behauptungen außergewöhnliche Beweise benötigen. Nach derzeitigem Stand gebe es keine belastbaren Hinweise auf einen versteckten Zug an der untersuchten Stelle.

Damit bleibt der Goldzug vorerst das, was er seit vielen Jahren ist: eine faszinierende Legende, welche die Fantasie vieler Menschen beflügelt, deren Existenz jedoch weiterhin unbewiesen ist.

Quelle: polskieradio24

Foto: Magnific

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