Am Mittwoch (15.04) laufen in ganz Polen groß angelegte Verkehrskontrollen. An der Aktion beteiligen sich unter anderem spezialisierte Einheiten der Polizei, wie die Gruppen SPEED. Ziel ist es, die Einhaltung der Tempolimits konsequent durchzusetzen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Internationale Koordination und verschiedene Messmethoden
Die Kontrollen haben internationalen Charakter und werden von der europäischen Organisation ROADPOL koordiniert. Polizeibeamte führen sowohl statische als auch dynamische Messungen durch. Bei der statischen Methode stehen mehrere Streifen an verschiedenen Punkten desselben Straßenabschnitts mit Lasermessgeräten. Die dynamische Kontrolle erfolgt durch Polizeifahrzeuge mit Videoregistrierung, die besonders gefährdete Strecken überwachen.
Fokus auf gefährliche Strecken und umfassende Kontrollen
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Orten, an denen es häufig zu Unfällen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit kommt. Die Polizei betont jedoch, dass nicht nur Tempoverstöße geahndet werden. Auch riskantes Überholen, das Nichtanlegen von Sicherheitsgurten oder andere Verkehrsverstöße werden konsequent verfolgt.
Appell an die Fahrer
Die Beamten rufen alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, sich an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen anzupassen. Überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle.
Neue Vorschriften: Führerscheinentzug droht
Zudem erinnert die Polizei an verschärfte Vorschriften, die seit dem 3. März gelten. Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 50 km/h überschreitet, muss mit dem Entzug des Führerscheins für drei Monate rechnen, und zwar nicht nur innerhalb geschlossener Ortschaften, sondern auch auf einspurigen Landstraßen außerhalb von Ortschaften. Diese Regelung soll besonders gefährliches Fahrverhalten wirksam eindämmen.
Quelle: o2
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