Die Zahl der Autodiebstähle in Polen ist weiter rückläufig, doch das Problem bleibt bestehen. Laut aktuellen Daten wurden im Jahr 2025 insgesamt 4.751 Fahrzeuge gestohlen, rund 10,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
Rückgang, aber gezielteres Vorgehen
Obwohl Diebstähle heute deutlich seltener sind als noch vor zwei Jahrzehnten, agieren Täter inzwischen deutlich selektiver. Ende der 1990er-Jahre verschwanden noch zehntausende Autos jährlich. Heute liegt der Anteil gestohlener Fahrzeuge bei unter 0,02 Prozent des gesamten Fahrzeugbestands.
Warschau/Warszawa als Hotspot
Regional zeigt sich ein klares Muster: Besonders betroffen ist die Region Masowien mit der Hauptstadt Warschau/Warszawa. In der Woiwodschaft wurden 2025 insgesamt 1.811 Fahrzeuge gestohlen. Allein in Warschau/Warszawa waren es 1.146 Fälle
Das entspricht rund einem Viertel aller Autodiebstähle im ganzen Land. Damit liegt die Hauptstadt deutlich vor allen anderen Regionen.
Diese Marken sind besonders gefragt
An der Spitze der Diebstahlstatistik steht erneut Toyota mit 950 gestohlenen Fahrzeugen. Dahinter folgen:
- Audi
- BMW
- Volkswagen
- Mercedes-Benz
Auffällig ist, dass gerade bei Toyota ein großer Teil der Diebstähle aus der Region Warschau/Warszawa stammt.
Beliebtestes Ziel: ein konkretes Modell
Die am häufigsten gestohlenen Autos sind:
- Toyota Corolla
- Toyota RAV4
- Toyota C-HR
Auch Transporter wie Fiat Ducato oder Renault Master tauchen regelmäßig in den Statistiken auf.
Vor allem neuere Fahrzeuge im Fokus
Die Täter konzentrieren sich überwiegend auf relativ junge Autos, meist nicht älter als zehn Jahre. Besonders häufig betroffen sind Fahrzeuge aus den Baujahren 2019 und 2021.
Interessant ist zudem, dass neben Massenmodellen auch eher „exotische“ Fahrzeuge gestohlen werden, etwa SUVs und Premiumautos. Gleichzeitig bleiben einige populäre Modelle nahezu unbeachtet.
Autodiebstähle in Polen gehen zwar insgesamt zurück, doch sie sind stärker denn je auf bestimmte Marken, Modelle und Regionen konzentriert. Wer ein gefragtes Fahrzeug besitzt, sollte weiterhin auf erhöhte Sicherheitsmaßnahmen achten.
Quelle: interia
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