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  • 29 Jun 2017

    Gewitter 27°C 18°C

  • 30 Jun 2017

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  • 29 Jun 2017

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  • 29 Jun 2017

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Naturwunder in Polen

Polen ist zwar nicht so unbekannt, wie es vor einigen Jahren der Fall war, dennoch wenn man die größten Städte außer Acht lässt, ist es immer noch für viele ein unentdecktes Terrain. Das Land ist reich an Überraschungen und pittoresken Orten, die von der Natur geschaffen wurden. Einige der schönsten haben wir hier zusammengestellt.

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Donnerstag, 29. Juni 2017
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Günter Grass / Blaues Sofa from Berlin, Deutschland [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons
Günter Grass / Blaues Sofa from Berlin, Deutschland [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

In diesem Jahr wäre der Literaturnobelpreisträger Günter Grass 90 Jahre alt geworden. Seine Heimatstadt Gdańsk (Danzig) ehrt ihn aus diesem Anlass mit einer Reihe von Veranstaltungen. Dazu gehören hochkarätige Diskussionen, Ausstellungen und das Straßenfest „Grassomania“ im September. Ein kürzlich abgeschlossenes Projekt untersuchte zudem die kaschubischen Wurzeln des großen Romanciers, der gelernter Grafiker und Bildhauer war.

Bis ins frühe 18. Jahrhundert konnten Krystyna Drożdż und Irena Kucz von der Danziger Genealogischen Gesellschaft die Familien Knoff und Krause zurückverfolgen. Sie waren die Vorfahren von Grass' kaschubischstämmiger Mutter Helene. Für den Autor selbst stellte das kleine slawische Volk, das hin- und hergerissen war zwischen eigener, polnischer und deutscher kultureller Identität, ein wichtiges Motiv seiner frühen Romane dar. Den Forscherinnen gelang es nicht nur, zahlreiche interessante Informationen über die Lebensumstände der Familien herauszufinden. Sie haben auch Kontakt zu deren Nachkommen im heutigen Raum von Gdańsk aufgenommen und wollen weltweit nach Verwandten forschen, um ein großes Familientreffen in der Heimatstadt von Günter Grass zu organisieren.

Ihre Forschungsergebnisse werden im Rahmen einer neuen Ausstellung in der Danziger Altstadt zugänglich gemacht. Diese soll auf dem Gelände des ehemaligen Waisenhauses an der ul. Sieroca gezeigt werden. Bis 2018 soll in den beiden historischen Gebäuden sowie der wieder aufzubauenden Waisenschule das neue Kulturzentrum „Daniel Chodowiecki und Günter Grass“ entstehen. Der Komplex soll sowohl Zentrum für junge Kunstschaffende als auch Veranstaltungsort sein und an die beiden großen Danziger erinnern, die ihre multiethnische Herkunft und ihr grafisches Schaffen verbindet. Die beiden aus dem späten 17. Jahrhundert stammenden Gebäude zählen zu den wenigen, welche die Bombardierungen des Zweiten Weltkrieges nahezu unbeschadet überstanden haben.

Die ul. Sieroca wird Anfang September zum Schauplatz der neunten Ausgabe des Festivals „Grassomania“. Die zweitägige Veranstaltung bringt Nachwuchskünstler und -ensembles verschiedener Genres aus ganz Europa nach Gdańsk. Die Performances, Ausstellungen, Konzerte und Diskussionen stehen in diesem Jahr ganz im Zeichen des runden Geburtstages von Günter Grass. Veranstalter ist die Danziger Städtische Galerie GGM, die in der Rechtsstadt mehrere Räume sowie eine virtuelle Grass-Galerie betreibt. Sie besteht aus einer Sammlung von über 140 Plastiken, Zeichnungen und Drucken, die sich im Besitz der Galerie befinden. 

Die GGM veranstaltet in diesem Jahr einen internationalen Vortrags- und Diskussionszyklus anlässlich des 90. Geburtstages von Günter Grass mit namhaften deutschen und polnischen Vertretern aus Kultur und Politik. Darüber hinaus organisiert sie zwei Ausstellungen anlässlich des runden Jahrestages. So wird im Juni das Lübecker Grass-Haus mit einer Schau des frühen grafischen und malerischen Werks zu Gast sein. Ab September zeigt die GGM in Zusammenarbeit mit dem Kaschubischen Institut eine Ausstellung zu Grass und seinem Verhältnis zu den Kaschuben. 

Informationen zu Gdańsk unter www.visitgdansk.com und zur Galerie GGM unter www.ggm.gda.pl
Allgemeine Informationen über Reisen nach Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, www.polen.travel 

 

 

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