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Donnerstag, 18. Oktober 2018
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Der Digital Economy and Society Index (DESI) der Europäischen Kommission misst die digitale Leistungsfähigkeit der EU-Staaten.

Die Digitalisierung kommt an der Weichsel nur langsam voran. Das geht aus dem neuesten Digitalisierungsindex der EU-Kommission. Polen belegt unter 28 Mitgliedstaaten erst den 24. Platz (keine Veränderung gegenüber 2017). Wesentlich besser schnitten Österreich und Deutschland ab.

Polen tätigen zwar immer öfter Anrufe über das Internet, benutzen öfter die sozialen Netzwerke und shoppen im Internet, aber trotzdem hat man schlechter in der Kategorie Internetnutzung abgeschnitten als erwartet. Nachlegen konnte das Land wiederum bei Humankapital sowie Konnektivität.

Im Bericht bezeichnet man die Entwicklung Polens in Sachen Konnektivität als asymmetrisch. Langsame Fortschritte hat man zwar beim Festnetzbreitband gemacht, aber das Gegenteil könnte man beim Mobilfunkbreitband behaupten. 

Aus dem Index geht auch hervor, dass geografische Angelegenheiten die Kosten für die Netzerweiterung nach oben treiben. Das betrifft vor allem ländliche Gebiete, die alles andere als attraktiv für Betreiber erscheinen. Schuld sind auch die Behörden, die hohe Gebühren verrechnen und somit die Instandhaltungskosten steigen lassen.

Kleine Fortschritte konnte Polen beim Humankapital machen. 47% der Polen hat digitale Grundkompetenzen. Der Anteil der Internetnutzer liegt wiederum bei 73%. Der DESI-Anteil für die gesamte EU liegt in beiden Kategorien höher als an der Weichsel - der Reihe nach bei 57% und 81%.  

Ein immer höheres Interesse kommt der Anwendung digitaler Technologien zu. Das folgt aus dem Anteil der Polen, die eine Software entwickelt haben. Dieser wuchs von 2,6% auf 4,1%. Trotzdem ist dies relativ niedrig im EU-Vergleich, denn der Durchschnitt liegt hier bei 7,17%.

MINT-Studiengänge im Allgemeinen und insbesondere im Bereich Informatik gewinnen an der Weichsel an Popularität. Polen belegt in dieser Hinsicht den 8. Rang in der EU, deutlich über den EU-Durchschnitt. 

Polen nutzen auch öfter das Internet als andere EU-Nationen, um Nachrichten zu lesen. Schlechter schneidet man aber im Bereich von Video-on-Demand, Onlinebanking sowie Einkaufen ab. Nachholbedarf gibt es auch beim elektronischen Informationsaustausch sowie den digitalen öffentlichen Diensten.

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