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Ein Stück Ägypten in Polen - die bekanntesten Pyramiden an der Weichsel

 

 

Die riesigen Pyramiden aus Ägypten kennt jeder. Doch kaum einer weiß, dass auch in Polen solche Bauwerke  zu finden sind. Manche sind sogar älter als die weltbekannten Sehenswürdigkeiten. 

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Donnerstag, 23. September 2021
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Krzysztofory-Palast in Krakau. Foto: Olaf Matthei-Socha
Krzysztofory-Palast in Krakau. Foto: Olaf Matthei-Socha

Insgesamt fast 20 Jahre dauerten die in drei Etappen ausgeführten Restaurierungs- und Erweiterungsarbeiten am Krzysztofory-Palast. Die Kosten beliefen sich auf umgerechnet rund 12 Millionen Euro. Mit dem Ostflügel wurde nun der letzte Abschnitt fertiggestellt. Der Hauptsitz des Historischen Museums von Kraków (Krakau) liegt direkt am mittelalterlichen Hauptmarkt. Schon seit Ende Juli 2021 finden dort wieder Führungen statt. Die Wiedereröffnung der ständigen Ausstellung zur Stadtgeschichte ist für den Dezember geplant.

Den Charakter eines Palastes wiederherzustellen und gleichzeitig das Gebäude behutsam an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts anpassen, das waren die Ziele der Restaurierungsarbeiten. Seit kurzem können sich Besucher davon überzeugen, wie dies den beteiligten Wissenschaftlern und Baufirmen gelungen ist. Seinen Ursprung hat das repräsentative Bauwerk in der Zeit der Neugründung Krakaus im 13. Jahrhundert. Damals entstanden die fünf Bürgerhäuser an der nordwestlichen Ecke des Altstadtmarktes. Der königliche Hofmarschall Adam Kazanowski erwarb diese 1644 und ließ sie zu einem barocken Palast umgestalten. Bis heute blieben aus dieser Zeit der Kreuzgang und die Arkadengalerie des Gebäudekomplexes erhalten.

Nur rund 100 Jahre später entstanden polychrome Wandmalereien, welche die Restauratoren während der Arbeiten im zweiten und dritten Stockwerk freilegten. Zu den wertvollsten zählen spätbarocke Wandverzierungen mit Medaillons der apollinischen Musen. Zutage kamen zudem historische Stuckelemente und weitere Details wie etwa ein Kamin. Zuletzt erhielt der Palast auch seinen Namenspatron zurück. In einer Nische auf der dem Marktplatz zugewandten Fassade stand bis ins
18. Jahrhundert eine Skulptur des Heiligen Christophorus. Im Rahmen eines Wettbewerbs entwarf Aleksander Śliwa von der Krakauer Akademie der Künste eine historisierende Version des Schutzheiligen der Reisenden, die den Bau nun wieder ziert.

Weit zurück in die Geschichte des Gebäudes und der Stadt Krakau gelangen die Besucher in den Kellergewölben. Dort wurden die ältesten Grundmauern freigelegt. Sie können nun ähnlich wie im benachbarten Unterirdischen Museum des Marktplatzes betrachtet werden. Im Erdgeschoss befindet sich die zentrale Besucherstelle mit Informationen und Tickets für alle Filialen des Historischen Museums. Darüber hinaus gibt es dort einen Andenkenladen, Garderoben und ein kleines Café. Während die ständige Ausstellung im ersten Obergeschoss zu sehen sein wird, bleibt die zweite Etage wechselnden Ausstellungen vorbehalten. Im erweiterten Dachgeschoss werden Büros untergebracht. Zudem verfügt der Palast über verschiedene Tagungs- und Veranstaltungsräume sowie eine Fachbibliothek.

 

Der Zeitplan der Führungen wird regelmäßig auf der Homepage des Museums veröffentlicht. Dort können Besucher auch Tickets erwerben. Infos unter www.muzeumkrakowa.pl Touristische Informationen über Krakau unter www.krakow.travel Weitere Informationen zum Reiseland Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, www.polen.travel

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