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Bibliotheken in Polen: Von Kulturschätzen bis zu Wunder der Architektur

Bibliotheken sind Jahrhunderte lang ein Hort des Wissens gewesen. Oft beherbergen sie kostbare Kulturgüter und sind Beispiele höchster architektonischer Errungenschaften. Heute werden sie auch zu Treffpunkten von Tradition und Moderne.

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Dienstag, 23. April 2019
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Bahnhof in Kutno / Bild: Westborder via Wikimedia Commons
Bahnhof in Kutno / Bild: Westborder via Wikimedia Commons

2008 hat die Oberste Kontrollkammer den Zustand von polnischen Bahnhöfen als tragisch bezeichnet. In dem letzten Jahrzehnt hat sich die Situation aber deutlich verbessert. Allein in den Jahren 2010-2016 hat man über 100 Renovierungen durchgeführt.

In Polen gibt es über 2,5 tausend Bahnhöfe, die unter Verwaltung von PKP (Polnische Staatsbahnen AG) stehen. Rund 600 von ihnen sind Bahnhöfe, die Passagiere bedienen. Bekannt unter ihnen ist der Bahnhof in Kutno (Woiwodschaft Łódź), der vor der Renovierung als ein Symbol der Hässlichkeit galt. Der Bahnhof faszinierte auch die Kultur und Künstler (u.a. Kazik Staszewski, Grzegorz Turnau, Andrzej Rosiewicz oder Jeremi Przybora), die spöttischen Lieder über die Baute schrieben.

2011 hat die Renovierung des Bahnhofs begonnen. Ein Jahr später wurde er für Reisende geöffnet. Man hat die Kassen und den Flur umgebaut. Erleichterungen für Menschen mit Behinderung wurden ebenfalls eingerichtet.

Nun findet man im Inneren des Gebäudes Marmor und Granit. Hinter den Kassen gibt es eine Toilette, in der man duschen kann, eine Wickelkommode und einen Verbandskasten. Es gibt auch ein Fahrkartenautomat, einen Kiosk, zwei Bars und eine Poststelle.

So wurde aus dem Symbol der Hässlichkeit ein landesweites Vorbild. Nun spottet keiner über den Bahnhof in Kutno, vielmehr ist es ein Lobgesang. Schließlich wollen Passagiere auf den Zug in sauberen, warmen und vor allem funktionalen Verhältnissen warten.

 
Der Bahnhof heute / Foto: Travelarz via Wikimedia Commons

 

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