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  • 26 Aug 2019

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Parawaning an der Ostsee

Ausländische Urlauber sind oft verwundert, wenn sie die polnischen Strände zum ersten Mal sehen. Auf denen kann man nämlich wegen der vielen Windschütze – Parawan, nur wenig Sand sehen. Was für die Bewohner Polens völlig normal ist, ist für Ausländer ziemlich verrückt. Was haben also die Polen mit dem Parawan? 

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Sonntag, 25. August 2019
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Symbolbild / Pixabay
Symbolbild / Pixabay

Das Haff im Krakauer Stadtteil Neue Hütte/Nowa Huta ist eins der Lieblingserholungsplätze der Bewohner der Metropolie. Da viele die dortigen Enten gerne füttern, hat man zwei Automaten mit Vogelfutter dort aufgestellt. Diese sollen den Tieren nicht nur Essen im Herbst und Winter versichern, sondern haben auch eine Bildungsfunktion.

Einige polnische Städte testen bereits die Automaten mit speziell angepasstem Wasservogelfutter aus. Ihr Ziel ist es nicht nur den Enten im Herbst und Winter zu helfen, sondern auch den Menschen bewusst zu machen, dass Brot den Tieren schadet. Viele bringen nämlich altes Gebäck ans Wasser mit sich, um Tiere mit den Resten zu füttern. Der Entenmagen ist kein Abfalleimer, in den man alles reinschmeißen kann. „Wir müssen und bewusst werden, dass Weißbrot nicht nur ein minderwertiges Entenfutter ist, sondern kann sogar schädlich sein. Backwaren stopfen die Mägen der Enten zu, ohne ihnen wertvolle Nährstoffe (Vitamine, Mikronährstoffe) zu liefern, die sie benötigen, um stark und gesund zu sein. Solche Fütterungen können zu der Entwicklung vieler Krankheiten wie Kippflügeln, also einer unumkehrbaren Deformation der Gelenke in Flügeln, beitragen. Diese seriöse Erkrankung beobachtete man unter anderem bei jungen Schwänen im Krakauer Ballungsgebiet. Darüber hinaus kann der lang andauernde Brotverzehr Azidose verursachen“ warnt Krzysztof Dudzik, Ornithologe und Naturforscher.

 

Man muss beachten, dass Brot, das man in Bäckereien kauft, viele chemische Zusatzstoffe, die für Vögel ungesund sind und Salz, das für die meisten Tiere schädlich ist, beinhaltet. Außerdem schimmelt das ins Wasser reingeworfene Brot sehr schnell, weswegen sich dort verschiedene Bakterien entwickeln können. Die Automaten mit Entenfutter sind also eine perfekte Lösung, denn dort befindet sich ein vollwertiges Futter, dass den Enten im Winter helfen wird. Für Bewohner der Stadt, besonders Kinder wird es hingegen ein großer Spaß.

Die Entenfutterautomaten wurden vom Vorstand der Städtischen Grünflächen am Sonntag im Haff installiert. Der Direktor des Vorstandes, Piotr Kempf, betont, dass das Futter 100% natürlich und ausgewogen ist, man wählte es unter der Aufsicht von Experten der Wasservogelernährung. Die Automaten sollen nicht nur den Enten helfen, sondern auch zu der Bildung der Menschen beitragen. Die zwei Entenfutterautomaten geben Futter kostenlos täglich in der Herbst-Winter-Saison zwischen 08.00 und 19.00 Uhr aus. Das Essen kann man jedoch nur sechs Mal pro Stunde bekommen. Die Enten sollen nämlich nicht überfüttert und das Essen nicht verschwendet werden.

Quelle: krakow.pl

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