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Mittwoch, 21. November 2018
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Ferienanlage Chłopy / Foto: TUI Ferienhaus
Ferienanlage Chłopy / Foto: TUI Ferienhaus

Immer mehr Touristen aus dem deutschsprachigen Raum entscheiden sich für den Urlaub in Polen an der Ostsee. Die Begeisterung scheint kein Ende zu haben, sie nimmt immer mehr zu. Warum lieben die Urlauber Polen? Nach Gründen für den Urlaubsboom suchte Piotr Piela.

“Jeder von uns braucht ein wenig Abwechslung und sucht neue Erfahrungen - wie oft kann man denn den Sommerurlaub am Mittelmeer verbringen? Jeder von uns will neue Plätze entdecken, Abenteuer erleben” - sagte gegenüber PolenJournal.de Kinga Łata, Vorstand für das operative Geschäft der Hotelkette Zdrojowa Hotels. So kommt Polen den abenteuersüchtigen Urlaubern als ein noch ein wenig exotisches und vielleicht unerschlossenes Land perfekt entgegen. 

Der Wendepunkt

 Gab es einen Moment, nach dem die Nachfrage so richtig zulegte? Eine klare Antwort ist hier alles andere als einfach zu formulieren. „Laut den mir bekannten Statistiken ist Polen mindestens seit 2011 in den TOP 10 der Reiseziele deutschsprachiger Gäste.” - sagt Marek Brylla, der mit seinem Team Reisen für Gruppen und Busunternehmer nach Polen organisiert. Für Monika Singer von TUI Ferienhaus gab es den Wendepunkt vor drei Jahren - “Seit 2015 haben die Zahlen sich unglaublich gut entwickelt. Aus diesem Grund haben wir unser Angebot 2018 mit über 100 neuen Objekten deutlich erhöht”. Auf das Jahr 2015 verweist auch Carsten Wolf, der Geschäftsführer von Travel Netto: “Enorm zugenommen hatte die Nachfrage 2015 und 2016 infolge der Sicherheitskrisen im östlichen Mittelmeer, vor allem in der Türkei und Ägypten. Plötzlich hatten wir einen riesigen Ansturm an die Küste, nicht nur im Sommer, sondern zu jeglichen deutschen Schulferien”.

Wichtig für die Urlaubsbranche war auch die EM 2012, die dem Tourismus einen richtigen Push verpasste. “Damals haben wir die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut und modernisiert. 2016 bleibt hingegen in anderen Ländern als ein Jahr der blutigen Terrorakte in Erinnerung. Viele Touristen hatten ihre Urlaubspläne verändert mit Blick auf die Sicherheit, die in den Vordergrund rückte. Keiner will beim Urlaub auf der Hut sein, die Umgebung beobachten und nach potenzieller Gefahr suchen. Polen ist ein sicheres und zusätzlich ein interessantes Reiseziel” - erklärt Kinga Łata. Dementsprechend kann man einen einzigen Wendepunkt nicht nennen, vielmehr waren und sind es Impulse, die alle zusammen die Branche vorantreiben. Das bestätigt auch Marek Brylla. “Einen echten Wendepunkt in Bezug auf den Umfang der Nachfrage kann man nicht erkennen. Für uns ist vielmehr ein stetiger Anstieg erkennbar. Allerdings verändern sich die Motive, nach Polen zu reisen".  In der ersten Phase nach dem Fall des Ostblocks dienten viele Reisen dem Besuch der ehemaligen Heimat, einem günstigen Ostseebesuch oder dem Besuch von Kureinrichtungen. Im Zuge des veränderten Reiseangebotes besuchen Touristen Polen vermehrt, um die Kultur zu genießen, moderne Wellnesstempel zu besuchen und Polens grandiose Natur zu entdecken. In diesem Zuge ist auch die Zahlungsbereitschaft der Gäste gestiegen. Allerdings nicht ins Unermessliche. Das hat sich in 2017 gezeigt. Da haben Hotels z.T. ihre Preise über das akzeptierte Maß hinaus angehoben und mussten die Preise wieder korrigieren” - sagt der Geschäftsführer von brylla reisen.


Danzig, Foto: pomorskie.travel

Gastfreundlichkeit, Natur, Nähe

Der bereits thematisierte Sicherheitsfaktor wurde auch von den Befragten von PolenJournal.de angesprochen. Die Liste der Gründe, weshalb Urlauber Polen besuchen, ist nicht gerade kurz. Geografische Nähe und eine relativ kurze Anreise gehören zu den offensichtlichen Punkten. “Speziell aus Deutschland ist die Anreise nicht so weit und Kunden, die vielleicht sonst an die deutsche Ostsee gefahren wären, entscheiden sich aufgrund der Natur und natürlich auch aufgrund des sehr guten Preis-/Leistungsverhältnisses für die polnische Ostsee. Diese ist vielerorts noch naturbelassener und das Angebot an Unterkünften ist sehr modern und hochwertig. Statt großer Ferienhaussiedlungen setzt man in Polen auf kleine Anlagen mit fünf bis sieben Häusern, die auch bewusst auf Familien zugeschnitten sind. Ein wichtiger Faktor, denn immerhin sind Familien mit über 50 Prozent eine der größten Zielgruppen bei TUI Ferienhaus” - verrät Monika Singer.


Marine Hotel Kolberg, Foto: Zdrojowa Hotels 

Hotels ruhen sich ebenfalls alles andere als auf den Lorbeeren aus. Das spiegelt sich nicht nur in Investitionen, sondern auch im breit angesetzten und maßgeschneiderten Angebot wieder. “Durch die Gastfreundlichkeit der Polen fühlt sich hier jeder wie zu Hause. Zusätzlich kann man sich in hochwertigen Hotels zu günstigen Preisen ausruhen, mit leckerem Frühstück, das nicht in allen Ländern so üppig und vielfältig ist. Ein Kaffee und ein Croissant reichen nicht aus, denn Polen zelebrieren die Mahlzeit am Morgen. So ist es auch in den Hotels” - verrät Kinga Łata und weist gleichzeitig darauf hin, dass die Ostseeküste nicht so überfüllt ist, wie man es von den südlichen Ländern kennt. Gleichzeitig laden die sandigen Strände zum Verweilen zwischen den Sonnenstrahlen ein.  

Was tun bei schlechtem Wetter? “Es gibt eine Menge Optionen beginnend bei modernem SPA und Wellness, durch ein überaus breites Kulinarangebot, bis hin zu Veranstaltungen und das nicht nur für Kinder. Wir sorgen dafür, dass die Gäste mit unvergesslichen Erinnerungen abreisen. Diese Erinnerungen teilen sie dann mit ihren Bekannten und Freunden, die von ihnen ermuntert später auch Urlaub in Polen machen” - erklärt die COO von Zdrojowa Hotels. “Polen gehört nach meiner Kenntnis augenscheinlich bei Deutschen nicht "in die erste Reihe der Traumziele" - aber wer in Polen war, dem hat es nach meiner Kenntnis dort gefallen und er / sie haben vor, wieder einmal hinzufahren. Je mehr Polen sich in individuellen Erfahrungen und Erlebnissen als Reiseziel präsentiert, desto mehr reisen sicherlich auch nach Polen” - glaubt Hartmut Smikac, der schon mehrere Polen-Reisen unternommen hat. Touristische Attraktionen richten sich sprachlich und geschmacklich immer mehr auf ausländische Gäste ein” - bemerkt Marek Brylla. Ein Faktor ist auch laut dem Unternehmer auch die attraktive touristische Infrastruktur. Das bestätigt auch Marta Chełkowska, die Vorsitzende der Regionalen Tourismusorganisation Pommern. “Dank EU-Fördermitteln wurden viele Kulturobjekte modernisiert, eingerichtet wurden neue touristische Attraktionen, die neueste Technologien und die geltenden Tourismustrends nutzen. Eine Schlüsselrolle kommt auch der Verkehrsinfrastruktur zu, die für komfortables und sicheres Reisen mit verschiedenen Verkehrsmitteln steht. Polen gilt im Ausland als ein sicheres und gastfreundliches Land, wo qualitativ hohe Leistungen bei gleichzeitig preislicher Wettbewerbsfähigkeit geboten werden. Aus unseren Studien geht hervor, dass Urlauber immer bewusster das Angebot Polens wahrnehmen. Das Land wird mit gut erhaltenen Kulturerbe und atemberaubenden Landschaften und einen City-Break-Angebot assoziiert.” - erklärt Chełkowska. “Die polnische Ostseeküste bietet schöne Strände und unkomplizierte Urlaubsmöglichkeiten ohne Schnickschnack. Und wem es am Strand auf Dauer zu langweilig ist, der fährt in das interessante Hinterland. Dort finden sich Sehenswürdigkeiten wie das karierte Land, die man nicht verpassen sollte.” - so Marek Brylla.

Zwischen Museen, Natur, Aktivurlaub und Bierbädern

Die polnische Ostseeküste ist weitaus mehr als nur wunderschöne Strände. Immer beliebter wird auch der Segeltourismus, wie Marta Chełkowska verrät. In diesen Bereich wird auch kräftig investiert mit etwa modernen Marinas in Leba, Gdingen, Danzig oder Lahlberg. Die Selbstverwaltungen stecken auch viel Geld in neue Fahrradstraßen, wie z.B. EuroVelo 10 und 9. oder Kajakrouten. Die Danziger Bucht ist wiederum ein wahres Paradies für solche Sportarten, wie Kitesurfing  oder Windsurfing. Das bedeutet jedoch nicht, dass es an Touristen mangelt, die einfach den Urlaub am Strand genießen. Der Charme des Slowinzischen Nationalparks, saubere und außergewöhnliche Strände ziehen weiterhin Sonnenbadliebhaber an - verrät die  Vorsitzende der Regionalen Tourismusorganisation Pommern. “Herrliche Orte, wie die Seenplatte rund um Drawsko Pomorskie sind im Kommen. Auch hier gibt es vieles zu entdecken und keinesfalls zu viele Touristen” - sagt der Geschäftsführer von brylla reisen. “Es sind gerade die kleineren Orte, die noch darauf warten, entdeckt zu werden, zum Beispiel Regamünde bei Treptow an der Rega oder Rügenwaldermünde“ - nennt Carsten Wolf. “Urlaub bedeutet für jeden etwas anders. Unsere Aufgabe als Hoteliers ist sich darum zu kümmern, dass unsere Gäste zufrieden abreisen und uns auch in Zukunft besuchen. Deswegen bieten wir u.a. Bierbäder, Kulinar-Workshops, Veranstaltungen für Kinder oder Aktivtraining mit der Boxweltmeisterin Agnieszka Rylik sowie Zeremonien mit Heilschlamm, dass auch als “schwarzes Gold” bezeichnet wird” - sagt Kinga Łata, Vorstand für das operative Geschäft der Hotelkette Zdrojowa Hotels. So könnte auch niemanden wundern, dass zu den beliebtesten Urlaubsformen die breit aufgefasste Stadttouristik gehört zusammen mit dem Kulturangebot, Einkaufen sowie Medical und Spa.


Radisson Blu Resort Swinemünde, Foto: Zdrojowa Hotels

Preis-Leistungs-Verhältnis

Ein Fehler wäre eine All-inclusive-Reise nach Ägypten mit einem individuellen Ausflug an die Ostsee zu vergleichen - erklärt Marta Chełkowska. Die Vorsitzende der Regionalen Tourismusorganisation Pommern wies darauf hin, dass man Pauschalreisen und Individualreisen nicht nebeneinander stellen darf, denn beide sind eigengesetzlich. Chełkowska fügte auch hinzu, dass man das polnische Angebot, mit Kroatien oder Spanien vergleichen könnte. “Übernachtungskosten lassen sich zwar optimieren, aber verschiedene Attraktionen, Eintrittspreise, öffentlicher Verkehr sind unvergleichlich teuer im Ausland. Ich sage nicht, dass Urlaub an der polnischen Ostsee günstig ist, trotzdem sind es konkurrenzfähige Preise. Die angebotenen Leistungen und die Objekte, werden gleichzeitig sehr hoch bewertet” - so Chełkowska. Das bestätigt auch Carsten Wolf, der Geschäftsführer von Reiseveranstalter Travel Netto: “Die günstigen Preise waren lange ein Grund für nicht wohlhabende deutsche Gäste nach Polen statt an die deutsche Ostsee zu fahren. Dies hat sich aber geändert, zumal sowohl die Hotelpreise als auch die Nebenkosten in den letzten zwei Jahren stark angezogen haben. Einige 4- und 5-Sterne-Hotels nehmen deutsche Ostseepreise” - so der Geschäftsführer von Travel Netto, der auch darauf hingewiesen hat, dass die Preise an der Ostsee höher liegen, als im Inneren des Landes. “An der Ostseeküste bis Kolberg ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in manchen Hotels super, in anderen sind die Preise zwar hoch, der Service aber nicht mit einem deutschen 4- oder 5-Sterne-Hotel vergleichbar. Die Nebenkosten liegen teilweise über den Deutschen. Essen gehen für 25 € pro Person, ein bewachter Parkplatz für 10-15 € pro Nacht und 3,5 € für einen doppelten Espresso sind keine Seltenheit mehr. 30km im Landesinneren kostet vieles plötzlich nur noch die Hälfte. Dies werden Touristen auf die Dauer nicht hinnehmen und dies wird sich wieder verändern” - vermutet der Polenspezialist aus Kolberg.

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