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Die schlimmsten Fehltritte der Touristen in Polen

Eine kurze Zusammenfassung.

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Samstag, 19. Januar 2019
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Symbolbild / Pixabay
Symbolbild / Pixabay

Das polnische Bildungssystem unterscheidet sich deutlich von dem System in Deutschland. Wie der Bildungsprozess der polnischen Kinder aussieht, erfahren Sie hier. 

Kinder und Jugendliche, die die Schulen in Polen besuchen, sind Teil eines anderen Systems als in Deutschland. Die Organisation des Schulwesens in Polen liegt in den Händen des Bildungsministeriums, doch die Finanzierung und Führung der Schulen ist Aufgabe der Kommunen. Die Schulpflicht gilt für alle Kinder bis zum 15. Lebensalter, die Bildungspflicht bezieht sich hingegen auf Jugendliche bis zum 18. Geburtstag. 

Zuallererst müssen die Kinder aber den Kindergarten besuchen. Dort können sogar dreijährige hingehen, doch verpflichtend ist der Kindergarten erst für sechsjährige, die ein Jahr Schulvorbereitung absolvieren müssen. Mit sieben Jahren werden sie dann eingeschult. 

Noch vor ein paar Jahren sind die Schüler in eine 6-klassige Grundschule gegangen und mussten dann das dreijährige Gymnasium beenden. Schließlich hatten sie die Wahl zwischen einem dreijährigen Lyzeum, einer technischen Fachschule (4 Jahre) oder einer Berufsschule (2-3 Jahre). Letztlich konnten diejenigen, die das Abitur abgeschlossen haben, ihr Studium anfangen. Hierbei hatten sie die Wahl zwischen einer Universität, in der man einen Bachelor erhalten kann und einer Fachhochschule, die man als Ingenieur abschließt. Beide Formen des Studiums boten auch ein zweijähriges Masterstudium und ein Doktorstudium an. 

Seit dem Schuljahr 2017/18 sieht das etwas anders aus. Die neue Reform hat die Gymnasien in Polen nämlich abgeschafft. Mit sieben Jahren und nach Absolvierung des Kindergartens beginnen die Kinder ihre Grundschulzeit, die acht Jahre dauert. Die ersten drei Klassen werden als Früherziehung bezeichnet, dort gibt es noch keine Aufteilung auf einzelne Schulfächer. Erst ab der vierten Klasse lernen die Kinder dann verschiedene Lehrfächer wie Polnisch, Mathe, Biologie usw. Am Ende der Grundschule werden dann Prüfungen durchgeführt, deren Ergebnisse einen großen Einfluss auf die Wahl der späteren Schule haben. Mit 15 Jahren müssen die Schüler selbst entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Für ihre Weiterbildung steht ein vierjähriges Lyzeum, das mit dem Abitur endet, eine technische Fachschule, die fünf Jahre lang dauert und mit einer technischen Berufsprüfung und mit dem Abitur endet oder eine dreijährige Branchenschule zur Auswahl. Nach Absolvierung der Branchenschule können die Schüler noch eine zweijährige Branchenschule besuchen, die das Abitur ermöglicht. Auf der Studienebene bleibt hingegen alles so wie zuvor.

In Polen gibt es auch ein anderes System der Notengebung, es ist nämlich genau umgekehrt als in Deutschland. Eine 1 bedeutet also ungenügend, 2- ausreichend, 3- befriedigend, 4- gut, 5- sehr gut, 6- hervorragend. Die neue Reform führte außer der neuen Schuleinteilung auch kostenlose Handbücher ein, für die die Eltern bisher selber aufkommen mussten. Wegen der Änderungen werden Kinder in manchen polnischen Schulen in Schichtenweise gelehrt, das heißt, dass manche Schüler wegen des Platzmangels Morgenunterricht bis in die frühen Mittagsstunden haben und einige hingegen erst dann mit dem Unterricht beginnen.

Das Schuljahr fängt für alle, außer für die Studenten, die im Oktober wieder zu ihrer Uni zurückkehren, am 1. September an und dauert 10 Monate mit mehreren Ferienpausen. 

 

Alle Angaben ohne Gewähr.

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