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Donnerstag, 27. Juni 2019
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Foto: Muzeum Pisanki | Artur Warhala
Foto: Muzeum Pisanki | Artur Warhala

Die Fertigung der Ostereier zählt zu einer uralten Tradition, die in vielen Ländern verbreitet ist. In dem katholischen und protestantischen Glauben symbolisieren sie die Hoffnung auf das ewige Leben und sind deswegen mit Motiven der Auferstehung Gottes geschmückt. In vielen Ländern werden dekorierte Eier gerne als touristische Souvenirs, die an die Kultur des Landes anknüpfen, verkauft.

“Das Schmücken der Eier war schon in der Antike bekannt. Die Ältesten sind über 5000 Jahre alt. Es handelt sich um Ostereier aus dem Assyrischen Reich, sie wurden aber auch ein bisschen später in Ägypten, dem Persischen Reich, Rom und China gefertigt. Die Chinesen haben sich bunte Eier zum Anlass des kommenden Frühlings geschenkt. In Ägypten war das Leitmotiv ein Skarabäus. In der Republik Sudan – Zitate aus dem Koran. Die Aborigines haben wiederum in die Eier eines Emus gemeißelt, was für sie eine magische Bedeutung hatte. Die teuersten Eier sind die Fabergé-Eier aus Gold, die mit Schmucksteinen dekoriert sind und für die Familie von Alexander III. Romanov in der Werkstatt des Hofgoldschmieds Peter Carl Faberge entworfen und gemacht worden sind”, erläutert Stanisław Kryński, älterer Kustos-Leiter der ethnografischer Abteilung des Landwirtschaftsmuseums, das nach dem Pfarrer Krzysztof Kluk benannt ist.

 

 

Am Anfang war ein Ei 

Die Gründung des Museums ist der Verdienst eines Ehepaars aus Warschau. Die Professorin der polnischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Warschau – Irena Stasiewicz-Jasiukowa und der langjährige Direktor des Museums für Technologie – Jerzy Jasiuk, haben 2004 dem Landwirtschaftsmuseum die ersten Ostereier geschenkt. Ihre Sammlung haben sie innerhalb von 35 Jahren aufgebaut. Wie kamen sie auf die Idee Ostereier aufzubewahren? Alles begann mit dem ersten schwarzen Ei, das mit Blumenmotiven verziert war. Jerzy Jasiuk hat es seiner Verlobten, und späteren Ehefrau, geschenkt. Die nächsten Ostereier bekamen sie von Freunden und Bekannten. Im Laufe der Zeit entstand eine beeindruckende Sammlung, die ungefähr 1500 wunderschön geschmückte Eier zählte.

Nicht nur Hühnereier 

Die Ostereier kommen nicht nur aus verschiedenen Regionen Polens, sondern auch aus verschiedenen Ländern und sogar aus verschiedenen Kontinenten - Australien, Afrika, Asien und auch Amerika. Russland, Japan und Kenia sind nur einige Beispiele der vielen Länder. Verblüffend sind nicht nur die Ursprungsländer, aber auch die Arten der Eier. Die Sammlung besteht nicht nur aus Hühner-, Enten- oder Gänseeiern, sondern auch aus Eiern, die selten oder sonst gar nicht in Form von Ostereiern auftreten. Was für Eier sind das? Pfauen-, Schwanen-, Storchen- und sogar  exotische wie Straußen-, Pinguin-, Emu- und Möweneier. Auffällig sind auch die Miniatureier von dem afrikanischen Finken und einem Papagei. In der Sammlung sind auch aus Holz und aus Halbedelsteinen gemachte Eier.


Foto: Muzeum Pisanki | Artur Warhala

Techniken der Herstellung von Ostereiern

Wahrscheinlich hat jeder schon ein Mal im Leben ein Osterei gemacht und das ist bekanntlich keine einfache Sache, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Man braucht viel Geduld, eine ruhige Hand und eine Idee. Mit dem Letzten gibt es jedoch oft Schwierigkeiten. Wie soll das Ei geschmückt sein und welcher Technik soll man sich bedienen? Das sind die Fragen, die am häufigsten aufkommen. Hilfe und Ideen leisten die Ostereier aus dem Museum, die mit verschiedenen Techniken geschmückt sind.   

In Ciechanowiec kann man echte Kunstwerke bewundern, die auf verschiedene Art und Weise entstanden sind:

  • Gravier- oder Meißeltechnik – auf die vorher bemalten Eier werden mit einem scharfen Gegenstand verschiedene Muster geritzt. Meistens sind das Blumen oder geometrische Motive. 
  • Aufklebetechnik – die ausgeblasenen Ostereier werden beklebt. Das verschafft die Möglichkeit der Fantasie freien Lauf zu lassen. Dessen Effekte kann man im Museum bewundern. Die ausgeblasenen Eier sind traditionell mit buntem, glänzendem Papier, Glitzerschmuck oder Perlen geschmückt. Jedoch sind auch einige Kunstwerke da, die verwundern. Manche Eier sind mit Schilf und Garn beklebt, aber auch mit verschiedenen Samen z.B. Reis, Buchweizen oder Gurkensamen. 
  • Batik Technik – die Eier werden mit Wachs geschmückt.   

In der Sammlung befinden sich auch sog. “gelehrte Ostereier”. Das sind Eier auf denen sich Porträts wichtiger Menschen aus dem 18. Jahrhundert befinden, u.a. Ignacy Krasicki, Krzysztof Kluk, Stanisław Konarski usw. Die Kunstwerke wurden von dem Maler Wojciech Bogucki gemacht. In einer Vitrine sind auch die Werkzeuge und das Zubehör, das zum Schmücken der Eier gebraucht wurde, gezeigt. 

 

 

Haus der Eier 

Anfangs zählte die Sammlung ungefähr 1500 Ostereier, also so viel wie Irena und Jerzy Jasiuk dem Museum geschenkt haben. Die Kollektion wurde immer größer und heute zählt sie schon ca. 2500 Ostereier. Es ist ohne Zweifel eine beachtliche Anzahl der bunten Eier und die Sammlung vergrößert sich von Jahr zu Jahr. Wie werden neue Ausstellungstücke besorgt? Die Antwort ist einfach – jeder kann sein Werk im Museum lassen. Ob es aber in die Sammlung aufgenommen wird, ist schon eine andere Sache. 

„Ob sie in die Ausstellung integriert werden, entscheidet der Betreuer der Sammlung – Wojciech Bogucki, Mitarbeiter des Landwirtschaftsmuseums – ein Künstler, Ostereiermaler und Hersteller von mehreren Hunderten Ostereiern, der seit vielen Jahren mit den Spendern zusammenarbeitet – erklärt Stanisław Kryński. 


Foto: Muzeum Pisanki | Artur Warhala

Besuch in der Eierwelt 

Das Museum besuchen nicht nur Polen, aber auch ausländische Touristen. Jährlich reisen nach Ciechanowiec rund 1500 Touristen aus dem Ausland, und die Zahl wächst die ganze Zeit. Die größte Aufmerksamkeit erregen die Eier des Straußes, auf den Szenen der Passion Christi gemalt sind und sogar durchgebrochene Eier, bei denen kleine Löcher mit einem Zahnbohrer gemacht worden sind. Man darf auch nicht die Eier vergessen, auf denen Porträts von historisch wichtigen Personen und Staatsmännern gezeichnet sind z.B. Papst Johannes Paul II. oder Benedikt XVI.

 

Das Museum kann man jeden Tag von 8 bis 16 Uhr besuchen. Samstags, Sonntags und an Feiertagen sowie vom 1.05. bis zum 30.09. ist das Museum von 9 bis 19 Uhr geöffnet.  

Das Landwirtschaftsmuseum kann man individuell ohne vorherige Besprechung besichtigen. Gäste aus Deutschland können den Audioführer in deutscher Sprache benutzen. 

Organisierte Gruppen müssen sich vorab telefonisch oder per E-Mail mit dem Museum in Verbindung setzen, um einen deutschen, englischen oder russischen Guide zu buchen. Der Preis für den Reiseführer beträgt 50 zł/Stunde. Die Besichtigung des gesamten Landwirtschaftsmuseums, einschließlich des Ostereiermuseums, dauert etwa 2 Stunden.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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