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Wo Goethe und Chopin sich erholten

Schon vor Jahrhunderten kannte man die heilsame Wirkung der Mineralquellen in den niederschlesischen Sudeten. Die heute zu Polen gehörende Mittelgebirgsregion zeigt sich in neuem Glanz und zieht wieder zahlreiche Gäste aus Deutschland an. 

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Samstag, 21. Oktober 2017
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Foto: instagram / dare2wear_folk
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Zwei kleine Seen in der Nähe des Bergs Chryszczata in den polnischen Beskiden, die mit vielen alten Legenden verbunden sind. Obwohl sie wahrscheinlich wenig der Wahrheit entsprechen, lohnt sich ein Besuch dorthin auf jeden Fall. 

Die Seen sind vor 110 Jahren infolge heftiger und plötzlicher geologischer Prozesse entstanden. An der Wende der Jahre 1906 und 1907 fiel eine Rekordmenge von Regen, was die Abrutsche von steilen Abhängen verursachte. Sie stürzten nach unten, nahmen einen alten Wald mit sich und blockierten den Durchfluss eines Gebirgsbachs. Im Endeffekt entstanden drei kleine Seen, eines von ihnen existiert jedoch nicht mehr, weil es trockengelegt wurde.

Eine Legende besagt, dass der Teufel Feuerkugeln auf die Erde warf, was den Erdrutsch verursachte. Eine andere Sage behauptet jedoch, dass es drei Riesen waren, die in Stein verwandelt wurden. In einer dritten Geschichte wird erzählt, dass ein Meteor auf den Berg Chryszczata einschlug. Egal ob man den Fakten oder der Legenden glaubt, das Ereignis verursachte einen großen Schrecken bei den Bewohnern von Duszatyn, einige von ihnen sind sogar in die in der Nähe liegenden Dörfer geflohen, weil sie überzeugt waren, dass der Weltuntergang eingetroffen hat. 

Heute sind die Seen, die auf dem Terrain des Naturschutzgebiets „Zwiezło“ liegen, zwei Mal kleiner als vor 110 Jahren. Das liegt an der immer größer werdenden Menge von Schlamm im Wasser. Der untere See liegt auf der Höhe von 687 Metern und ist zwar kleiner als der Obere, der 21 Meter höher liegt, hat aber eine größere durchschnittliche und maximale Tiefe. Die Bäume die um die Seen wachsen schaffen den Eindruck, dass das Wasser nicht Blau, sondern Grün ist. Der obere See ist immer mehr von Schilf, Schachtelhalm und Weiden, die eigentlich in solchen Gebieten nicht vorkommen, zugewachsen. Die im Wasser liegenden Baumstämme sind dem Prozess der Faulung unterzogen, was im Winter, wenn der See zugefroren ist, das Heraussprudeln des Wassers wie in einem Springbrunnen verursacht. 

Die Seen erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Bereits in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ist der erste Wanderweg entstanden. Interessant ist, dass die Seen ein der Lieblingswanderplätze von Karol Wojtyła waren, also dem späteren Papst Johannes Paul II. Er besuchte sie mehrmals und verbrachte dort viele Stunden und manchmal sogar Tage.  

Ein Ausflug dort beginnt man am besten in Duszatyn, mit dem roten Wanderweg geht man ungefähr 1,5 h bis das Ziel, die wunderschönen Seen erreicht sind. Möglich ist auch der Zugang von Komańcza oder Rzepedz.

 

Uważajcie na odbicie w tafli... #czarciarobota #jezioraduszatynskie #bieszczady

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Majoweczka :) #bieszczady #nature #lake #woods #hiking #active #jeziorkaduszatynskie

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