Wie können Ausländer eine polnische PESEL-Nummer bekommen?

Alle Ausländer, die in Polen leben, können sich anmelden lassen und dadurch eine PESEL-Nummer erhalten. Wer keinen Wohnsitz in Polen hat, kann die Nummer per Antrag bekommen. 

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Sonntag, 29. November 2020
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Symbolbild / Pixabay
Symbolbild / Pixabay

Die polnische Regierung hat vorerst keine neue Verschärfung der Corona-Regelungen verkündet. Die einzige Ergänzung der geltenden Maßnahmen ist die temporäre Schließung der Friedhöfe.

Von Tag zu Tag steigt die Zahl der Neuinfektionen in Polen. Heute wurde mit 21.629 neuen Fällen wieder ein weiterer Rekord markiert. Doch die polnische Regierung hat anders als z.B. die Schweiz oder Deutschland sich vorerst gegen ein Lockdown entschieden. Allerdings könnte sich dies in der kommenden Woche ändern. 

Friedhöfe in Polen bleiben zu

Angesichts der hohen Infektionszahlen werden aber Friedhöfe bereits morgen, für drei Tage temporär geschlossen. Somit bleiben sie an Allerheiligen und noch am Allerseelentag zu. Die einzige Ausnahme sind Beerdigungen und Tätigkeiten, die mit ihnen verbunden sind. 

Kirchen bleiben zwar offen, aber mit Einschränkung der Personenzahl, welche anhand der Gotteshausfläche berechnet wird. Pro 1 Gläubigen sollen mindestens 7 Quadratmeter anfallen. In der Kirche gilt auch die Maskenpflicht.

Senioren sollen zu Hause bleiben

Während der Pressekonferenz richtete der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki mehrmals Appelle an Senioren (70+), die gebeten werden zu Hause zu bleiben. Mithilfe von Freiwilligen und lokalen Sozialhilfezentren will die polnische Regierung sie mit den nötigsten Produkten und Waren versorgen. 

Home Office für Angestellte

Überall wo es nur möglich ist, sollen die Angestellten des öffentlichen Dienstes ihre Aufgaben von Zuhause erfüllen. Behörden und Ämter bleiben jedoch für Bürger auch stationär teilweise offen.

Mateusz Morawiecki appellierte auch an die Wirtschaft, dass die Unternehmen je nach Möglichkeiten auf Heimarbeit umstellen sollen. 

Appell an die Demonstranten

Der polnische Premierminister richtete auch einen Appell an die Demonstranten, die gegen die Entscheidung des Verfassungsgerichts zu Schwangerschaftsabbrüchen seit mehreren Tagen im ganzen Land protestieren. Mateusz Morawiecki versicherte, dass er sowohl die Wut als die Frauen verstehe und erklärte sich bereit einen Dialog aufzunehmen. Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz wurden für heute mehrere Demos angekündigt.

Ganzes Land als Risikogebiet

Seit dem 24. Oktober ist ganz Polen nach dem heimischen Ampelsystem eine rote Corona-Risikozone. In den Grundschulen ab der vierten Klasse, in den Oberschulen und auch an Hochschulen findet der Unterricht seit dem nur online statt. Zusätzlich dürfen Minderjährige (bis zum 16. Lebensjahr) zwischen 8 und 16 Uhr nur unter Aufsicht eines Erwachsenen das Haus verlassen.

Restaurants, Pubs und andere Gastronomiebetriebe bleiben für Kunden stationär geschlossen. Take-Away-Bestellungen und Essenslieferungen sind weiterhin möglich. Begrenzt ist auch die Zahl der Kunden in den Geschäften, die nun anhand der Fläche berechnet wird:

  • für Geschäfte bis zu 100 Quadratmeter Fläche fallen 5 Kunden pro Kasse an,
  • für Geschäfte über 100 Quadratmeter Fläche fallen 15 Quadratmeter pro Kunden an.

Die Sitzplätze in den Öffis können bis zu 50% besetzt sein. Die öffentlichen Verkehrsmittel können sich aber nur bis zu 30% aller Plätze (Sitz- und Stehplätze) füllen.

Partys, Veranstaltungen, Treffen und Demos sind auf maximal 5 Personen beschränkt. Einzige Ausnahme sind hier Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben. Sportevents, darunter auch Fussballspiele, finden ohne Zuschauer statt. An Kulturevents können wiederum 25% des Publikums teilnehmen. Aquaparks, Schwimmbäder und Fitnessstudios bleiben bis auf weiteres geschlossen.

Weiterhin gilt im ganzen Land die Maskenpflicht an allen öffentlichen Orten.

 

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