Starker Andrang an Tankstellen nahe der Grenze

Tanktourismus sorgt für Spritengpässe in Świnoujście / Swinemünde

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In der polnischen Grenzstadt Świnoujście / Swinemünde kommt es zunehmend zu Engpässen bei Kraftstoff. Ursache ist ein starker Anstieg des Verkehrs an der deutsch-polnischen Grenze sowie der sogenannte Tanktourismus.

Viele Autofahrer fahren gezielt nach Polen, um dort günstiger zu tanken. Neben polnischen Fahrern nutzen auch zahlreiche Deutsche die niedrigeren Preise auf der polnischen Seite.

Nach Informationen von Medien herrscht an Tankstellen in Grenznähe derzeit besonders großer Andrang. Journalisten berichten, dass Fahrer in großer Zahl Kraftstoff kaufen. Auch deutsche Autofahrer kommen gezielt nach Polen, um ihre Fahrzeuge zu betanken.

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Deutlicher Preisunterschied beim Kraftstoff

Deutsche Medien verweisen auf einen spürbaren Preisunterschied zwischen beiden Ländern. Ein Liter Kraftstoff soll in Deutschland rund zwei Zloty (etwa 0,45 Euro) mehr kosten als in Polen.

Durch diese Differenz können Autofahrer beim tanken bis zu etwa 30 Euro sparen. Diese Ersparnis sorgt für zusätzlichen Verkehr in den polnischen Grenzregionen.

Erste Engpässe am Wochenende

Bereits am vergangenen Wochenende ging einigen Tankstellen in Teilen von Świnoujście / Swinemünde der Kraftstoff aus. Beobachter schließen nicht aus, dass sich eine ähnliche Situation am kommenden Wochenende wiederholen könnte.

Die Versorgung ist in der Stadt zusätzlich erschwert, da sie auf einer Insel liegt. Tanklastwagen dürfen aus Sicherheitsgründen nicht durch den Unterwassertunnel fahren. Deshalb erfolgt der Transport des Kraftstoffs per Fähre. Diese Verbindung verkehrt lediglich viermal täglich und nicht an Sonn- und Feiertagen.

Stadt kündigt Kontrollen wegen Tanktourismus an

Die Stadtverwaltung von Świnoujście / Swinemünde reagierte auf die Situation. Sie forderte Betreiber von Tankstellen auf, den Verkauf stärker zu überwachen und die Abgabe von Kraftstoff an Fahrer aus Deutschland zu begrenzen.

Außerdem erhielten Zoll- und Grenzbehörden den Auftrag, Fahrzeuge beim Verlassen Polens zu kontrollieren. Nach geltendem Recht darf lediglich ein Kanister Kraftstoff über die Grenze transportiert werden.

Stadtpräsidentin Joanna Agatowska erklärte in einer Mitteilung auf der Website der Stadt, dass die Versorgung der Einwohner Priorität habe. Gleichzeitig sollen die Behörden die bestehenden Vorschriften zum Kraftstofftransport von Polen nach Deutschland konsequent durchsetzen.

Quelle: tysol

Foto: freepik

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