Polens Agrarexporte erreichen historischen Höchststand

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Polens Export von Agrargütern und Lebensmitteln war im Jahr 2025 auf einem Rekordhoch. Das teilte der Krajowy Ośrodek Wsparcia Rolnictwa (KOWR) der Nachrichtenagentur Polska Agencja Prasowa mit. Gegenüber 2024 (53,5 Mrd. Euro) entspricht das einem Anstieg von 8,6 Prozent.

Laut den neusten Daten von KOWR (Krajowy Ośrodek Wsparcia Rolnictwa – Nationales Förderzentrum für Landwirtschaft) erreichte der Export von Agrargütern und Lebensmitteln mit 58,4 Milliarden Euro einen historischen Höchststand.

Gleichzeitig belief sich der Import von Agrargütern und lebensmittelbezogenen Waren auf 38,6 Milliarden Euro (+7,8 %). Der Handelsüberschuss erreichte 19,8 Milliarden Euro und lag damit 10,2 % über dem Vorjahreswert.

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Preisentwicklung und starke Lieferketten als Wachstumstreiber

Nach Einschätzung von KOWR war der Exportzuwachs unter anderem auf höhere internationale Lebensmittelpreise zurückzuführen. Der FAO Food Price Index (FFPI) lag 2025 im Jahresvergleich um 5,2 Punkte höher, was sich direkt in besseren Transaktionspreisen für polnische Exporteure niederschlug.

Darüber hinaus profitierte Polen von einer stabilen Position in internationalen Lieferketten, einer Erholung der Konsumnachfrage innerhalb der EU sowie einer starken Wettbewerbsfähigkeit im verarbeitenden Sektor.

Rund 75 % der Exporterlöse entfielen auf den EU-Binnenmarkt.

Struktur des Exports 2025

Mit 22 % Anteil stellen Fleisch und Fleischprodukte die wichtigste Warengruppe dar. 

An zweiter Stelle stehen Getreide sowie verarbeitete Getreideprodukte (11 %). 71 % dieses Segments entfielen auf Mühlen- und Backwaren – insbesondere Brot, Brötchen, Kuchen und Kekse. Bei Rohgetreide dominierten Weizen und Mais.

Weitere wichtige Warengruppen

  • 10 %: Tabak und Tabakwaren
  • 8 %: Zuckerwaren und Zucker
  • 7 %: Milchprodukte
  • 6 %: Fisch und Fischverarbeitungen
  • 5 %: Gemüse und Gemüseprodukte
  • 4 %: Obst
  • 3 %: Kaffee, Tee und Kakao

Wichtigste Absatzmärkte

Die EU blieb mit 43,9 Milliarden Euro Umsatz der zentrale Absatzmarkt. Besonders stark entwickelten sich 2025 die Exporte nach:

  • Deutschland: 14,8 Mrd. € (+8 %)
  • Frankreich: 4,0 Mrd. € (+22 %)
  • Niederlande: 3,4 Mrd. € (+13 %)
  • Tschechien: 2,9 Mrd. € (+10 %)
  • Italien: 2,8 Mrd. € (+7 %)

Diese fünf Märkte generierten etwa die Hälfte der gesamten Exporterlöse.

Gefragt waren insbesondere Tabakprodukte und Zigaretten, Geflügelfleisch, Fisch und Fischprodukte, Milchprodukte, Rindfleisch, Schokolade und Backwaren.

Außerhalb der EU wurden Waren im Wert von 14,5 Milliarden Euro exportiert. Zu den wichtigsten Abnehmern zählten:

  • Vereinigtes Königreich
  • Ukraine
  • USA
  • Türkei

Die Dynamik im Nicht-EU-Handel lag bei 3 %, was laut KOWR auch auf die Aufwertung des Złoty gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen war.

Besonders hohe Zuwächse verzeichnete Polen in ausgewählten Schwellen- und Entwicklungsmärkten:

  • Demokratische Republik Kongo: +35 %
  • Serbien: +34 %
  • Albanien: +28 %
  • Kosovo: +25 %
  • Ukraine: +23 %

Quelle: bankier

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