2016 wuchs die Zahl der Polen, die online einkaufen um weitere 7%. Sollte tatsächlich das Handelsverbot am Sonntag eingeführt werden, könnte dies die Entwicklung nochmal beschleunigen.
2017 könnte der polnische E-Commerce-Markt vor allem dank immer höheren Ausgaben im Netz bereits mehr als 40 Mrd. Zloty wert sein – berichtet die Zeitung Rzeczpospolita. Laut Angaben von Eurostat wuchs die Zahl der Onlineshooper in den letzten Jahren um 1% bis 2% im Jahr. Im Vergleich zu 2015 stieg die Zahl der Personen die online shoppen 2016 um sagenhafte 7%, was Polen auf den ersten Platz unter den EU-Ländern katapultierte. Die Slowakei konnte 6% und Schweden und Luxemburg jeweils 5% drauflegen. Trotz des Zuwachses liegt Polen weiterhin unterhalb des Durschnitts (54%), wenn es um die Zahl der Onlineshopper geht. Der absolute Spitzenreiter ist in dieser Hinsicht Großbritannien mit einem Anteil von 80% der Internetnutzer im Lande. In Polen sind es gerade mal 42%.
Laut Eurostat wird vor allem Kleidung im Netz eingekauft, also das Basissortiment von Einkaufzentren. Diese Tatsache ist insofern wichtig, da in Polen weiterhin über ein Handelsverbot am Sonntag diskutiert wird. Dies könnte der Entwicklung von E-Commerce an der Weichsel neue Impulse geben – so die Experten von PwC.
Das Entwicklungspotenzial ist enorm groß. Anfang 2016 prognostizieren die Experten von Sociomantic Labs, dass 2020 der Wert des Onlinehandels in Polen 63 Mrd. Zloty und einen Anteil am Gesamthandelsvolumen von 10% erreicht.
In Polen werden jährlich zwischen 6 und 8 Tsd. Onlineshops registriert. Über 80% von ihnen können sich nicht einmal zwei Jahre lang auf dem Markt halten – das geht aus dem Bericht von Bisnode hervor, der Ende Januar vorgestellt wurde. Bisnode schätzt, dass zurzeit 20 Tsd. Onlineshops in Polen funktionieren. Allein 7,5 Tsd. wurden 2016 registriert. Sollte der Trend fortgesetzt werden, könnten an der Weichsel in fünf bis sechs Jahren gut 25 bis 30 Tsd. Shops in Netz funktionieren.
Quellen: Eurostat / RP / Bisnode