Die bekannte Süßwarenfabrik „Pszczółka“ in Lublin soll künftig auch Lebensmittel für die polnische Armee herstellen. Die Produkte sollen lange haltbar sein und auch NATO-Partner versorgen können. Der polnische stellvertretende Minister für Staatsvermögen, Grzegorz Wrona, kündigte an, dass der Vorstand der Landeszuckergesellschaft (KSC) die Details der Strategie bis Ende April vorstellen wird.
Am Montag besuchte Wrona das Werk und erklärte, dass ungenutzte Ressourcen der Fabrik künftig für die Produktion von Lebensmitteln mit sehr langer Haltbarkeit eingesetzt werden sollen. Dabei handele es sich sowohl um die Versorgung der polnischen Armee als auch um die NATO-Alliierten.
Details zur Umsetzung noch offen
Auf Nachfrage erklärte Wrona, dass der Vorstand von „Pszczółka“ über die genaue Umsetzung informieren werde. Er betonte, dass die Modernisierung des Werks und die weitere Entwicklung geplant seien. Der Vorstand werde spätestens Ende April die klassische Entwicklungsstrategie der KSC vorstellen.
„Wir befinden uns in der Phase der Gespräche und Projektvorbereitung und sind überzeugt, dass wir diesen Schritt gehen sollten“, ergänzte Wrona.
Wrona nannte konkret die Möglichkeit der Lyophilisierung (Gefriertrocknung) von weichen Früchten. Zudem soll das Potenzial polnischer Zuckerfabriken genutzt werden, um energiereiche Produkte mit einer Haltbarkeit von 20 bis 30 Jahren herzustellen.
Modernes Werk mit Kapazitäten für neue Ideen
Der begleitende EU-Abgeordnete Krzysztof Hetman erklärte, dass das moderne Werk in Lublin rund 250 Mitarbeiter beschäftigt und über entsprechende Kapazitäten verfüge. Es gebe Raum für neue Produktionslinien und innovative Konzepte.
Die Fabrik „Pszczółka“ befindet sich seit 2017 in einer Sonderwirtschaftszone, verfügt über mehr als 20.500 Quadratmeter Fläche und automatisierte Produktionslinien.
Quelle: money
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