Silbermünzen im Einmachglas: Schatzfund in Leslau/Włocławek soll rund 100.000 Złoty wert sein

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Silbermünzen im Einmachglas: Schatzfund in Leslau/Włocławek soll rund 100.000 Złoty wert sein

Bei Renovierungsarbeiten an einem historischen Mietshaus in Leslau/Włocławek haben Archäologen einen ungewöhnlichen Schatz entdeckt. Unter einem Ziegelboden stießen sie auf ein Glasgefäß mit 532 Silbermünzen. Nach ersten Schätzungen könnte der Fund heute rund 100.000 Złoty wert sein.

Die Münzen lagen in einem Glasgefäß, das unter dem Boden des Gebäudes in der Królewiecka-Straße 12 verborgen war. Bei den Fundstücken handelt es sich um Umlaufmünzen des Deutschen Reiches aus den Jahren 1933 bis 1939.

532 Münzen aus der Zeit des Deutschen Reiches

Den größten Teil des Fundes machen Fünfmarkstücke aus. Sie zeigen unter anderem das Porträt von Paul von Hindenburg sowie die Garnisonkirche in Potsdam. Im Glas befanden sich außerdem Zweimarkstücke.

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Die Münzen wurden während der Herrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland ausgegeben. Die Motive auf den Münzen hatten dabei auch propagandistische Bedeutung.

Insgesamt kommen die 532 Münzen auf einen damaligen Nennwert von 2420 Reichsmark.

Ein kleines Vermögen in Kriegszeiten

Für die damalige Zeit war der Betrag erheblich. 2420 Reichsmark entsprachen ungefähr dem Jahresverdienst eines durchschnittlich bezahlten Angestellten.

Zum Vergleich: Ein Volkswagen Käfer kostete damals rund 990 Reichsmark. Damit entsprach der versteckte Münzschatz dem Wert von mehr als zwei Fahrzeugen.

Auch der Silbergehalt macht den Fund interessant. Eine Fünfmarkmünze enthält knapp 12,5 Gramm Feinsilber. Heute wird der gesamte Fund nach ersten Schätzungen auf etwa 100.000 Złoty bewertet.

Wer das Geld damals unter dem Fußboden versteckte, wollte die Münzen nach Einschätzung der Archäologen wahrscheinlich später wiederholen. Warum dies nicht geschah und wem der Schatz ursprünglich gehörte, ist jedoch unbekannt.

Wie gelangte der Schatz nach Leslau/Włocławek?

Die Forscher vermuten, dass der Münzfund während des Zweiten Weltkriegs nach Leslau/Włocławek gelangt sein könnte. Die Stadt wurde damals in das Deutsche Reich eingegliedert.

Ob der Besitzer des Schatzes aus der Stadt stammte oder die Münzen erst während dieser Zeit nach Włocławek brachte, lässt sich bislang nicht klären.

Fest steht nur: Jemand nahm sich die Zeit, die Münzen in einem Glasgefäß zu verstecken und unter dem Ziegelboden zu deponieren.

Nicht der erste außergewöhnliche Fund in der Altstadt

Der Fund in der Królewiecka-Straße ist nicht der erste bemerkenswerte Schatz, welcher bei Bau- und Renovierungsarbeiten im ältesten Teil von Włocławek entdeckt wurde.

Bei früheren Arbeiten in der Tumskastraße fanden Archäologen unter anderem Goldmünzen, Schmuck, Uhren und silbernes Tafelgeschirr.

Auch der neue Münzfund soll nun der Öffentlichkeit zugänglich sein. Die 532 Silbermünzen können noch bis zum 10. Oktober im Museum der Geschichte von Leslau/Włocławek besichtigt werden.

Währenddessen wird das historische Mietshaus in der Królewiecka-Straße 12 weiter umgebaut. Nach Abschluss der Arbeiten sollen dort Mietwohnungen entstehen.

Quelle: rp

Foto: Facebook/Włocławek

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