Nach einer fast einjährigen Schließung hat das Schloss Oels seine Tore wieder für Besucher geöffnet. Seit dem 1. März können Touristen die historische Anlage erneut besichtigen und gleichzeitig die Ergebnisse umfangreicher Modernisierungsarbeiten entdecken.
In einer Mitteilung in den sozialen Medien erklärte die Schlossverwaltung: „Die Tore des Schlosses Oels haben sich wieder für Einwohner und Touristen geöffnet. Es war ein Tag voller Freude, Begegnungen und gemeinsamer Feier.“
Die monatelange Pause wurde intensiv genutzt, um Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern und den Komfort für Gäste im Schloss Oels zu erhöhen. Während der Schließung wurden zahlreiche Arbeiten durchgeführt, darunter:
- die Renovierung des Daches im Gebäudeteil D und D2,
- die Installation eines Brandmeldesystems entlang der Besucherroute,
- die Reparatur und Inbetriebnahme von Pumpen zur Erhöhung des Wasserdrucks in Hydranten,
- die Installation eines AED-Defibrillators auf dem Schlossgelände.
Diese Maßnahmen sollen künftig für ein höheres Sicherheitsniveau während der Besichtigungen sorgen.
Neue Ausstellung über Prinzessin Cecilie von Preußen
Für Besucher wurde außerdem eine neue Ausstellung vorbereitet. Sie widmet sich der Geschichte der letzten Bewohnerin des Schlosses – der Herzogin Cecilie von Preußen.
Die Ausstellung wurde in die dauerhafte Besichtigungsroute integriert. Die Betreiber hoffen, dass das modernisierte Angebot sowohl Einheimische als auch Touristen aus ganz Polen anzieht.
Eine Residenz mit langer Geschichte
Das Schloss in Oels/Oleśnica blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Bis 1492 war es Sitz der Herzöge von Oels/Oleśnica und entwickelte sich später zu einer repräsentativen Residenz mit wachsender politischer Bedeutung.
Im Jahr 1885 wurde das Schloss zur Residenz der jeweiligen Thronfolger des Deutschen Kaiserreiches sowie des Königreichs Preußen, was seinen politischen Rang deutlich erhöhte.
Seit 1926 gehörte die Anlage der Familie Haus Hohenzollern.
Während des Zweiten Weltkriegs und unmittelbar danach änderte sich die Nutzung mehrfach. In den Jahren 1945–1946 befand sich dort eine Station des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz für Kriegsgefangene aus Italien und Frankreich. Später wurden die Gebäude unter anderem als technische Schulen und Pfadfinderzentren genutzt.
Heute wichtige Attraktion in Niederschlesien
Heute zählt das Schloss zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Region. Neben seiner historischen Funktion dient es auch als Ort für Konferenzen und kulturelle Veranstaltungen.
Die historischen Innenräume und die malerische Umgebung sind außerdem ein beliebter Hintergrund für Hochzeitsfotos, die Paare in einer königlichen Kulisse aufnehmen lassen.
Quelle: wp
Foto: Facebook/Zamek Książęcy w Oleśnicy