Nach erheblichen Verzögerungen startet in Polen ein Großprojekt zur Drohnenabwehr. Das polnische Verteidigungsministerium plant den Abschluss eines Vertrags im Wert von rund 15 Milliarden Zloty.
Gegenstand des Vertrags ist das System zur Drohnenabwehr „San“. Das System soll die polnischen Streitkräfte umfassend schützen. Es umfasst Radarsysteme, sogenannte Effektoren zur Drohnenbekämpfung sowie Störsender für den elektronischen Kampf. Hinzu kommen 30- und 35-Millimeter-Geschütze, mehrläufige Maschinengewehre und kostengünstige 70-Millimeter-Raketen.
Hauptauftragnehmer des Systems ist die staatliche Polnische Rüstungsgruppe (Polska Grupa Zbrojeniowa – PGZ). Eine zentrale Rolle übernehmen zudem das Unternehmen APS aus Gdynia / Danizg sowie der norwegische Rüstungskonzern Kongsberg. Damit beteiligt sich auch Norwegen an dem strategisch wichtigen Vorhaben.
Der Vertrag umfasst insgesamt 18 Batterien des Systems „San“. Die Auslieferung an die polnische Armee soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Die Vertragsunterzeichnung ist für Ende Januar 2026 geplant. Alternativ könnte sie wenige Tage oder Wochen später bereits erfolgen.
Quelle: onet
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