Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz kündigte die Schaffung einer sogenannten „Reserve mit hoher Einsatzbereitschaft“ an. Der Dienst in dieser neuen Reserveform soll freiwillig und mit verschiedenen Vorteilen verbunden sein.
Neben den zivilen Trainings plant die Regierung in diesem Jahr eine Weiterentwicklung und Neuorganisation der Personalreserven der polnischen Streitkräfte. Kern des Vorhabens ist die Einrichtung einer Reserve mit hoher Einsatzbereitschaft. Dabei handelt es sich um ausgebildete Reservisten, die regelmäßig an Übungen teilnehmen. Zusammen mit Berufssoldaten, WOT-Angehörigen und weiteren Dienstformen soll so eine schnelle Mobilisierungsfähigkeit von insgesamt 500.000 Soldaten gewährleistet werden.
Der Dienst in dieser Reserve soll freiwillig sein. Vorgesehen sind unter anderem Vergütungen für Übungen sowie Zugang zu zusätzlichen Kursen und Weiterbildungen. Zudem sollen die Reservisten weitgehende Freiheit bei der Wahl der Übungstermine und der Einheit erhalten, in der sie dienen.
Nach Angaben des Vizepremiers soll der Reservistendienst attraktiv gestaltet werden und das positive Bild der Streitkräfte stärken. Männer und Frauen sollen sich zu gleichen Bedingungen engagieren können.
Drei Stufen der Einsatzbereitschaft
Einheiten der ersten Stufe gelten als die leistungsfähigsten Verbände und müssen innerhalb von fünf bis sieben Tagen nach einer Mobilisierung einsatzbereit sein. Neben Berufssoldaten sollen dort vor allem Reservisten mit hoher Einsatzbereitschaft dienen. Diese werden unter anderem einmal jährlich überprüft, ob sie im Ernstfall kurzfristig in ihrer Einheit erscheinen können.
Einheiten der zweiten und dritten Stufe hätten im Krisenfall mehr Zeit zur Vorbereitung. Dort sollen überwiegend Reservisten der sogenannten ständigen Bereitschaft eingesetzt werden.
Jeder Reservist soll mindestens acht Ausbildungstage pro Jahr absolvieren. Für Übungen und die Bereitschaft sind finanzielle Leistungen und Entschädigungen geplant.
Offiziersausbildung für Reservisten
Geplant ist außerdem die Einrichtung von Reserveoffiziersschulen. Damit sollen auch Personen ohne berufliche Bindung zum Militär die Möglichkeit erhalten, eine Ausbildung als Reserveoffizier zu absolvieren und den Dienstgrad eines Leutnants der Reserve zu erwerben.
Die Ausbildung soll drei Jahre dauern und mindestens 139 Ausbildungstage umfassen – einschließlich Grundausbildung und Offizierslehrgang.
Quelle: polsatnews
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